Littler gewann das Ausbullen gegen Woodhouse und hatte im kurzen Format den wichtigen Anwurfvorteil auf seiner Seite. Dennoch sicherte er sich im ersten Satz sogar ein Break zum 3:1 und schien früh auf dem Weg in Richtung Achtelfinale zu sein.
Zum Match-Center: Luke Littler vs. Luke Woodhouse
Einen Durchmarsch konnte der Weltranglistenerste, dem bei den World Series of Darts Finals das perfekte Major-Jahr bereits zerstört wurde, nicht feiern. Woodhouse sicherte sich seinen Anwurf-Satz zum Ausgleich – und behielt ohne Pause das Momentum.
Nachdem beide nicht ins erste Leg des dritten Satzes gekommen waren, übernahm "Woody" die Kontrolle über dieses und breakte direkt das erste Leg. Littler verpasste es mit sechs Darts für 54 Rest ein Rebreak zu erspielen und bekam in der Folge keine Chance mehr, zurück in die Partie zu kommen.
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Van Gerwen verspielt Führung gegen Joyce
Eine ähnliche Partie erlebte im Vorfeld bereits van Gerwen. Der Niederländer, der bei diesem Turnier nach Phil Taylor (11) mit sechs Titeln der zweiterfolgreichste Spieler der Geschichte ist, gewann wie Littler das Ausbullen und auch den ersten Satz. Dabei war das Niveau von Anfang an nicht hoch, aber auf Augenhöhe. Der Anwurfvorteil zeigte sich immer wieder, da "Mighty Mike" vor Joyce die Chance bekam, häufig ähnliche Check-Outs anzugehen.
Zum Match-Center: Michael van Gerwen vs. Ryan Joyce
Nach der Pause kippte das Match, da sich van Gerwen auf die Doppel völlig von der Rolle zeigte. Zwar kam er im zweiten Satz nur einmal nicht mit der ersten Aufnahme ins Leg, warf aber ganze 14 Darts auf Check-Outs vorbei. Joyce, der im Scoring hinterherhing, konnte so aufholen und traf drei seiner fünf Doppel.
Der Decider ging schließlich hin und her. Van Gerwen gab seine beiden Anwurf-Legs ab, Joyce nur eins. Damit wanderte der Anwurfvorteil zum Engländer, der – nach einem verpassten Bullseye seines Gegners – zum Match checkte.
Springer unterliegt Noppert
Auch bei seiner zweiten Teilnahme am World Grand Prix hat es Niko Springer nicht über die 1. Runde hinaus geschafft. Im ersten Match des Tages verlor der "Meenzer Bub" in Leicester mit 1:2 gegen Danny Noppert.
Zum Match-Center: Danny Noppert vs. Niko Springer
Springer kämpfte besonders mit den Doppeln zum Start ins Leg. Der gewohnt harte Double-In-Double-Out-Modus sorgte immer wieder dafür, dass Springer trotz eigenen Anwurf erst als zweiter Spieler ins Scoring kam. Noppert brauchte hingegen selten zwei Aufnahmen, um ein Doppel zu finden.
So sicherte sich Noppert direkt im ersten Anwurf-Leg Springers das Break zum 2:0 und checkte dabei 112. Seinen Anwurf-Satz konnte sich "Freeze" sichern und dann auch den zweiten Satz mit einem Break beginnen. Beim Stand von 2:1 im zweiten Satz bekam Noppert einen ersten Match-Dart, ließ diesen aber aus und kassierte das Rebreak. Springer brachte seinen Anwurfvorteil durch und erzwang den Decider.
Hier brach Springer beim Check-In aber wieder ein. Bei eigenem Anwurf im zweiten Leg fand erst der elfte Dart sein Ziel. Der 26-Jährige jubelte sarkastisch ins Publikum, was Noppert mit einem Kopfschütteln zur Kenntnis nahm und später selbst nachmachte. Das Ergebnis gab ihm recht: Wie den ersten gewann der Niederländer auch den dritten Satz mit 3:0. Im Leg-Modus wäre diese Partie 8:3 ausgegangen – ein besseres Bild davon, wie diese Partie ablief.
Viele enge Matches
Weitere Überraschungen blieben am Montagabend aus. Auffällig war jedoch, dass viele Spiele über die volle Distanz gehen mussten. Zum einen besiegte Gerwyn Price Sebastian Bialecki mit 2:0, zum anderen Wessel Nijman Rob Cross (2:0). Im zweiten walisisch-polnischen Duell feierte Jonny Clayton ein 2:1 gegen Krzysztof Ratajski.
World-Series-Sieger Ross Smith konnte Cameron Menzies mit 2:1 bezwingen. Außerdem schlug Nathan Aspinall Kevin Doets mit 2:1.
