NHL: Sieg im Overtime-Krimi – Canadiens erreichen Conference Finals gegen Hurricanes

Die Montreal Canadiens feiern ein Tor in Spiel 7 gegen die Sabres.
Die Montreal Canadiens feiern ein Tor in Spiel 7 gegen die Sabres.Joe Hrycych / Getty Images via AFP

Die Montreal Canadiens haben in einem nervenzerreißenden Spiel 7 die Buffalo Sabres mit 3:2 nach Verlängerung niedergerungen und stehen im Conference Finale der NHL. Der Held des Abends hieß Alex Newhook, der mit seinem siebten Playoff-Treffer in der Overtime den entscheidenden Nadelstich setzte. Während die Halle in Schockstarre verharre, brachen bei den Gästen alle Dämme, denn Montreal steht damit zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder im Finale der Eastern Conference.

Der Grundstein für diesen historischen Triumph – es war der fünfte Overtime-Sieg der Franchise-Geschichte in einem Spiel 7 und der erste seit 1992 – wurde bereits im furiosen Eröffnungsdrittel gelegt. Phillip Danault schockte die Hausherren nach gerade einmal viereinhalb Minuten mit dem blitzschnellen Führungstreffer zum 1:0. Damit stellte Montreal den uralten Franchise-Rekord aus den Jahren 1978 und 1993 ein, indem sie im achten Playoff-Spiel in Folge direkt im ersten Spielabschnitt einnetzten.

Zum Match-Center: Buffalo Sabres vs. Montreal Canadiens

Als Buffalo sich dann noch eine seltene Strafzeit wegen Spielverzögerung erlaubte, schlug die gnadenlose Powerplay-Maschine der Canadiens erneut zu: Zachary Bolduc erhöhte eiskalt auf 2:0. Doch wer dachte, die Sabres würden sich kampflos ihrem Schicksal ergeben, sah sich im zweiten Drittel getäuscht. Buffalo drehte mächtig auf und kam durch einen von Jordan Greenway entscheidend abgefälschten Schuss zum verdienten 2:1-Anschluss.

Dobes überragt im Tor der Habs

Die Gastgeber dominierten das Geschehen fortan so drastisch, dass sie mit einem schier unglaublichen Übergewicht von 58 zu 30 Schussversuchen ins letzte Drittel gingen. Sieben Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit passierte schließlich das Unvermeidliche: Star-Verteidiger Rasmus Dahlin hämmerte den Puck zum 2:2-Ausgleich in die Maschen und markierte damit das bereits zwölfte Tor eines Sabres-Defensivspielers in diesen Playoffs.

Dass die Partie überhaupt bis in die Verlängerung ging, verdankten die Canadiens vor allem ihrem phänomenalen Rookie-Goalie Jakub Dobes. Der Teufelskerl im Tor der Habs parierte sagenhafte 37 Schüsse, bewies im Hexenkessel von Buffalo absolute Nervenstärke und baute seine beeindruckende Serie aus, noch nie zwei Spiele in Folge verloren zu haben.

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Nun wartet auf die ausgelaugten Canadiens die nächste Mammutaufgabe: Im Finale der Eastern Conference treffen sie am Donnerstag auf die ausgeruhten Carolina Hurricanes. Da die Canes durch glatt gegen die Senators und Flyers durchmarschiert sind, gehen sie allerdings mit stolzen 11 Tagen Pause im Rücken in das mit Spannung erwartete erste Spiel.