Nach Gesprächen mit dem Deutschen Eishockey-Bund (DEB), dem Weltverband (IIHF) sowie dem Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) erklärte Regierungssprecher Stefan Kornelius auf einer Bundespressekonferenz, dass eine Teilnahme Russlands aufgrund der breiten Ablehnung anderer Nationen sowie Wirtschafts- und Medienpartnern "die Durchführbarkeit des Turniers sportlich und wirtschaftlich faktisch unmöglich" sei.
Weltmeister Finnland und weitere drohen mit Boykott
Die massiven Boykottdrohungen mehrerer Länder um Weltmeister Finnland würden zeigen, "dass das internationale Eishockey die Wiederzulassung Russlands durch die Entscheidung des CAS nicht akzeptiert", erklärte Kornelius. Dazu hatten auch mehrere WM-Sponsoren angekündigt, bei einer russischen Teilnahme abzuspringen. Der DEB-Vorstandsvorsitzende Frank Lutz brachte unterdessen eine Rückgabe der Gastgeberrolle ins Spiel.
"Unser Ziel muss es sein, die Turniere wie geplant durchzuführen. Das wäre angesichts der Boykotte bei Zulassung Russlands faktisch aber nicht möglich", sagte Kornelius: "Und deswegen wollen wir jetzt tatsächlich auf dem Gesprächsweg Möglichkeiten ausloten, wie wir das Turnier dennoch stattfinden lassen können."
Die Bundesregierung werde den DEB als Partner unterstützen, "diese Lage zum Schutz der Integrität des Sports prioritär zu behandeln und mit den Partnern nach einer anderen Lösung zu suchen, um als Ausrichter weiter aktiv sein zu können."
