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Aubameyang bei Deportivo A Coruna: Auf den Spuren des ewigen Brunnens der Jugend

Pierre-Emerick Aubameyang läuft in Spanien zur Hochform auf.
Pierre-Emerick Aubameyang läuft in Spanien zur Hochform auf.JOSE BRETON / NURPHOTO VIA AFP

Mit 37 Jahren präsentiert sich Pierre-Emerick Aubameyang so stark wie eh und je. Sein beeindruckender Saisonstart bei Deportivo A Coruña beschert dem traditionsreichen Aufsteiger einen Traumauftakt im Kampf um den Klassenerhalt. Der gabunische Torjäger erlebt in Spanien seinen zweiten Frühling: Nachdem er Olympique Marseille im Sommer verlassen hatte, um den Franzosen Gehaltskosten zu sparen, zog es ihn zurück nach auf die iberische Halbinsel – vier Jahre nach seinem Abschied aus Barcelona, wo er bis heute eine geschätzte Figur ist.

Mit 37 Jahren bei einem namhaften Aufsteiger zu unterschreiben, war ein Wagnis, hatte aber auch seinen Reiz. Denn das Erfolgsrezept nach einem Aufstieg ist bekannt: Den Schwung der Aufstiegssaison mitnehmen und frühzeitig so viele Punkte wie möglich sammeln. Das gilt umso mehr in einer ausgeglichenen Liga, in der man sich in der Regel mit 42 Punkten rettet.

"Als das Angebot kam, habe ich mich mit meinen Beratern und meiner Familie abgesprochen", erklärte Aubameyang bei seiner Vorstellung. "Ich kenne Deportivo noch aus meiner Kindheit, als der Klub in der Champions League spielte. Dass sie nun wieder in der La Liga sind, bedeutet mir viel, und ich wollte meinen Teil dazu beitragen. Das Projekt hat mich sofort überzeugt, und nach den Gesprächen stand für mich fest: Los geht’s!"

Aubamayang glänzt auch körperlich

Und wenn Aubameyang loslegt, dann richtig. Mit acht Punkten aus den ersten vier Spielen ist die Bilanz im heimischen Riazor hervorragend. Der herausragende Akteur dabei: Aubameyang selbst. In jedem Spiel ein eigener Treffer und als Krönung ein Gala-Auftritt gegen Villarreal mit zwei Vorlagen beim überzeugenden Auswärtssieg im Estadio de la Cerámica.

Seine Leistung passt nahtlos in das Bild der bisherigen Saison: Der Angreifer glänzt nicht nur mit Toren, sondern überzeugt auch in den Zweikämpfen, bei Balleroberungen und im Kombinationsspiel – ob als Anspielstation im Strafraum oder als Passgeber. Mit 355 von 360 absolvierten Minuten befindet er sich in absoluter Topform. Ob er dieses Niveau halten kann? Das 4-4-2-System von Trainer Antonio Hidalgo kommt ihm dabei entgegen: Es sorgt für eine optimale Raumaufteilung und verhindert, dass er im Anpressen auf sich allein gestellt ist und unnötig Körner verbraucht.

Aubameyang ist das Aushängeschild einer extrem durchdachten Transferpolitik. Der Klub investierte 26 Millionen Euro in sechs Neuzugänge, holte Adama Traoré ablösefrei und lieh zudem Marc Casadó, Angeliño sowie Josema Giménez aus. Das Ergebnis ist ein ausgewogener und gut strukturierter Kader – genau das, was Depor für eine sorgenfreie Spielzeit benötigt.

Der Aufwind durch Aubameyang beflügelt das gesamte Team: Aktuell steht La Coruña auf Tabellenplatz sechs und hat vor dem Spiel am Sonntag beim FC Getafe bereits sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge.

Zum Match-Center: FC Getafe vs. Deportivo A Coruna