"Ich habe dort Wurzeln und fühle mich dem Land verbunden", sagte der in Hamburg geborene Sohn einer Deutschen und eines Ivorers über die Elfenbeinküste, den zweiten deutschen Gruppengegner am 20. Juni in Toronto.
"Ich freue mich einfach drauf", so Jonathan Tah: "Natürlich, wenn ich auf dem Platz bin, sind das meine Gegner und dann will ich gewinnen. Aber es wird schon besonders, dann gegen die zu spielen. Auch, weil es ein paar Spieler gibt, die ich von da kenne."
Elfenbeinküste hatte Interesse gezeigt
Zumal Tah selbst für das westafrikanische Land hätte auflaufen können. "Das war vor der WM 2014", erzählte er im Lager der DFB-Auswahl in Herzogenaurach, "da war ich auch noch nicht bei Deutschland dabei. Ich war 17 oder 18 Jahre alt, als sie mal auf mich zukamen. Ich habe aber relativ schnell abgesagt – und zwei, drei Jahre später war ich dann hier."

Joachim Löw verhalf ihm im März 2016 im Alter von 20 Jahren zum Debüt in der Nationalmannschaft, drei Monate später stand er bei der EM in Frankreich im Kader.
Für die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 fand er keine Berücksichtigung – umso größer ist beim 45-maligen Nationalspieler nun die Vorfreude auf das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada. Auch, weil sich der Abwehrchef vom FC Bayern auf ein ganz "besonderes" Spiel freuen darf.
