Das österreichische Frauen-Nationalteam ist in Eisenstadt zusammengekommen, um sich auf die letzten beiden Spiele der laufenden WM-Qualifikation vorzubereiten. Nach einem ersten Pre-Camp in der vergangenen Woche richtet sich der Fokus nun voll auf das Heimspiel gegen Slowenien am Freitag sowie das abschließende Auswärtsspiel gegen Norwegen wenige Tage später.
Für Neo-Teamchef Lars Söndergaard sind es die ersten Pflichtspiele an der Seitenlinie des ÖFB-Teams. Kurz vor Beginn der entscheidenden Qualifikationsphase musste der Däne jedoch eine Änderung im Aufgebot vornehmen. Laura Wienroither fällt angeschlagen aus, für sie wurde Jennifer Klein vom SKN St. Pölten nachnominiert.
Söndergaard zog nach den ersten gemeinsamen Trainingstagen ein positives Fazit. „Wir hatten vergangene Woche beim Pre-Camp ein sehr gutes Kennenlernen, nicht nur auf dem Platz, sondern auch abseits des Rasens bei Besprechungen und beim gemeinsamen Essen“, erklärte der Teamchef. Besonders die Einstellung seiner Spielerinnen habe ihn beeindruckt: „Die Spielerinnen waren sehr engagiert und motiviert.“
Double-Siegerinnen bringen Schwung mit
Zum vollständigen Kader stießen nun auch zahlreiche Legionärinnen sowie mehrere Spielerinnen von Meister und Cupsieger Austria Wien. Jasmin Pal, Katharina Schiechtl, Virginia Kirchberger und Louise Schöffel reisen mit dem Rückenwind des historischen Doubles an.
Vor allem Kirchberger blickt auf emotionale Tage zurück. „Die letzten Wochen waren wirklich verrückt und auch das Meisterschaftsfinale am Samstag war ein Wahnsinn für alle, die zugeschaut haben“, sagte die Verteidigerin. Die positiven Erlebnisse wolle sie nun ins Nationalteam mitnehmen und „das Team mit positiver Stimmung noch pushen“.
Jubiläumsspiel in Wien-Hernals
Das Heimspiel gegen Slowenien wird gleich mehrfach besonders. Es ist nicht nur das erste Pflichtspiel unter Söndergaard, sondern zugleich das 250. Länderspiel in der Geschichte des österreichischen Frauen-Nationalteams. Außerdem gastiert die Auswahl erstmals am Wiener Sport-Club-Platz.
Kirchberger erwartet dort eine besondere Atmosphäre. „Ich habe mit dem Cup-Finale sehr positive Erinnerungen an den Sport-Club-Platz und glaube, dass es ein kleiner Hexenkessel für uns werden kann“, sagte sie. Die Unterstützung der Fans könne eine wichtige Rolle spielen: „Die Stimmung wird sicher überragend sein und darauf freuen wir uns extrem.“
