Donis hatte erst Ende April die Nachfolge von Herve Renard angetreten. Das erste Gruppenspiel in der Gruppe H im Miami Stadium war nach drei Testspielen sein erstes echtes Pflichtspiel mit den Saudis.
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"Wir versuchen seit drei Wochen, unser Spiel aufzubauen, ein System zu entwickeln und einen echten Teamgeist zu formen", erklärte Donis. "Gegen solche Gegner ist ein Punktgewinn ein positives Ergebnis, das uns psychologisch Auftrieb gibt."

Aktuell befinde er sich noch in einer Kennenlernphase mit dem Kader. "Ich beobachte, wie die Spieler reagieren und sich verhalten. Dabei zeigt sich, dass uns durch die Kürze der Zeit einfach noch die Flexibilität während einer Partie fehlt. Wir beherrschen das 4-4-2 oder das 4-3-2-1, aber wir müssen auch in der Lage sein, spontan auf drei Mittelfeldspieler oder eine Fünferkette umzustellen. Davon sind wir leider noch entfernt. So etwas braucht Zeit."
Die Saudis bestimmten weite Teile der ersten Halbzeit und belohnten sich in der 41. Minute: Abdulelah Al-Amri nutzte einen Fehler von Uruguays Torwart Fernando Muslera eiskalt zur Führung. Nach dem Seitenwechsel drehte Uruguay jedoch auf und drängte die Saudis tief in die eigene Hälfte. Zehn Minuten vor dem Abpfiff belohnten sich die Südamerikaner schließlich, als Maxi Araujo den Ball per Grätsche zum verdienten Ausgleich über die Linie drückte.
Donis vermisst die Entschlossenheit
"In der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel gut im Griff und erarbeiteten uns Chancen, ließen dabei aber die letzte Entschlossenheit vermissen", analysierte Donis nach der Partie. "In der zweiten Hälfte haben wir nach der Führung wohl zu defensiv gedacht und wollten das Ergebnis nur noch verwalten. Vielleicht spielte auch Müdigkeit eine Rolle, denn die Intensität war nicht mehr dieselbe. So konnte der Gegner viel zu tief in unsere Hälfte eindringen."
Dem Team habe schlicht das Selbstvertrauen gefehlt, um den Ball in den eigenen Reihen zu halten und so das Tempo der Uruguayer zu drosseln. "Dadurch gerieten wir nahe am eigenen Strafraum massiv unter Druck. Zum Glück hatten wir heute einen hervorragenden Torwart und eine starke Abwehr. Ich muss meine Mannschaft einfach noch besser kennenlernen und verstehen, wie sie in solchen Situationen tickt."
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