Mats Hummels sah die Szene bei MagentaTV in einem größeren Zusammenhang und verwies auf das Einsteigen von Adrien Rabiot sechs Minuten zuvor gegen den ehemaligen Leipziger Dani Olmo, das mit Gelb geahndet wurde. Schiedsrichter Barton hab das Spiel mit einer weiteren Karte "nicht so in eine Richtung lenken" wollen, mutmaßte der Rio-Weltmeister.
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Hummels bekannte aber: "Im Standbild sieht es natürlich sehr fies aus." Dennoch machte er mildernde Umstände geltend: "Es ist für mich aufgrund der fehlenden Intensität nur Gelb, weil er eben nicht durchgeht." Aber: "Es war nicht weit weg von einer Roten Karte, das muss man klar sagen."
Hummels kann Entscheidung nachvollziehen
Auch für den ehemaligen Bundesliga-Referee Patrick Ittrich hatte die Aktion "das Zeug für eine Rote Karte". Die Kriterien bei der Beurteilung sprachen jedenfalls eher dafür. Das Trefferbild war eindeutig und auch die Chance, den Ball zu spielen, kaum gegeben - Olise kam klar zu spät. Einzig die mangelnde Intensität sprach bei wohlwollender Betrachtung für den Flügelspieler.
Und das Ereignis, meinte zumindest Hummels. "Es ist ein WM-Halbfinale, 14. Minute. Am 3. Spieltag der Bundesliga gibst du dafür Rot, im Champions-League-Halbfinale oder WM-Halbfinale nicht mehr", sagte er. Also: "Nach Schiedsrichter-Lehrbuch: ja. So wie ich Fußball sehe: nein."
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