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"Wird uns fehlen": WM-Aus für Schlotterbeck bestätigt

Aktualisiert
Nico Schlotterbeck wurde auf dem Feld behandelt
Nico Schlotterbeck wurde auf dem Feld behandeltIMAGN IMAGES via Reuters/Kevin Sousa

Bittere Diagnose für Nico Schlotterbeck und die deutsche Nationalmannschaft: Der Innenverteidiger hat beim 2:1 im WM-Spiel gegen die Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) am Samstag eine Innenbandverletzung im linken Sprunggelenk erlitten. Er falle "mehrere Monate" und damit auch für den Rest des Turniers aus. Das gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Montag bekannt.

"Schlotti wird uns auf dem Platz als herausragender Verteidiger sehr fehlen, vor allem auch sein exzellenter Spielaufbau", sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann und fügte bedauernd hinzu: "Es hätte seine WM werden können."

Zum Match-Center: Deutschland vs. Elfenbeinküste

Man habe gemeinsam "versucht, ihn aufzubauen – zum Glück ist er ein sehr positiver Typ, der schon wieder vorausblickt". Dass Schlotterbeck zunächst bei der Mannschaft in den USA bleiben werde, wertete Nagelsmann als "ein schönes Zeichen, denn er hat auch neben dem Platz Einfluss. Trotz seines Ausfalls sind wir in der Innenverteidigung mit Jonathan Tah, Antonio Rüdiger, Waldemar Anton und Malick Thiaw weiterhin sehr gut aufgestellt für die WM."

Schlotterbeck wurde gegen die Elfenbeinküste zunächst mit Eis behandelt, kam wieder ins Spiel und wurde dann doch ausgetauscht. Nach dem Spiel äußerte Julian Nagelsmann bereits ernste Bedenken: "Er hat irgendwas am Innenband, er muss morgen ins MRT. Es sieht auf jeden Fall nicht ganz so gut aus", sagte der deutsche Bundestrainer am ZDF-Mikrofon.

Nagelsmann entschied sich während des Spiels für Antonio Rüdiger als Ersatz. Der Abwehrspieler von Real Madrid hatte sich auf eine WM in der zweiten Reihe eingestellt und wird nun wohl in die erste Elf rutschen. Eine Nachnominierung ist nicht mehr möglich. Dies ging nur bis 24 Stunden vor Anpfiff des ersten Spiels. Von da an muss eine Mannschaft mit dem Kader auskommen, den sie dabei hat.

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Verletzungssorgen halten an

Schlotterbeck ist schon der dritte Spieler, der dem Bundestrainer bei der Endrunde verletzungsbedingt fehlt. Serge Gnabry hatte schon im Vorfeld passen müssen, Lennart Karl musste nach einer Verletzung im Training vor Turnierbeginn aus den USA abreisen. Außerdem war Stürmer Tim Kleindienst nicht rechtzeitig voll fit geworden.

Schlotterbecks Ausfall wiegt schwer, Lothar Matthäus sprach bei RTL/ntv von einem "sehr großen Verlust. Die Verletzung ist bitter. Schlotterbeck hat sich mit Tah ganz gut eingespielt." Rüdiger aber sei ein "Mann, der jederzeit in die Stammformation gehört".

Schlotterbeck habe "die Qualität mit dem linken Fuß im Spielaufbau, diese Verlagerungsqualität können wir nicht eins zu eins ersetzen", meinte Thomas Müller bei MagentaTV und ergänzte: "Er hat auch diese Stärke in der Offensive bei den Standardsituationen. Da war er ganz klar Zielspieler. Aber Toni kann das auch, das muss sich nur wieder einspielen."

Rio-Weltmeister Shkodran Mustafi sagte: "Ich hätte als Trainer lieber gerne einen Linksfuß – auf allerhöchstem Niveau verändert das ein Spiel. Du hast mehr Druck, weniger Zeit, da willst du alle Spieler auf ihren Positionen haben." Rüdiger aber habe "jahrelang auf höchstem Niveau gespielt. Ich mache mir da ehrlicherweise keine Sorgen."

"Für Nico tut es mir extrem leid, er war richtig gut in Form und aus der Startelf unserer Nationalmannschaft nicht wegzudenken", sagte Lars Ricken, Geschäftsführer Sport beim BVB, in einer ersten Reaktion.

"Dass er jetzt durch eine Verletzung aus der WM ausscheidet, ist sehr schade und unglaublich bitter", sagte Ricken: "Aber Nico hat im vergangenen Jahr gezeigt, wie er nach einer Verletzung noch stärker zurückkommt. Das wird er auch diesmal, davon sind wir überzeugt."

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