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Nach Erfahrung in Leipzig: Rose verteidigt Kölns Trainer Wagner - "Hat er nicht verdient"

Marco Rose setzt sich für René Wagner ein.
Marco Rose setzt sich für René Wagner ein.Mark Fletcher, MI News & Sport / Alamy / Profimedia

Marco Rose hat den Umgang mit Fußballtrainern in der Bundesliga scharf kritisiert und dabei insbesondere die Situation um René Wagner beim 1. FC Köln und Martin Demichelis bei seinem früheren Klub RB Leipzig angeprangert. "Wenn ich jetzt mal den 1. FC Köln nehme, kann man fast schon sagen, der Trainer ist schon Geschichte. Ohne dass er es eigentlich verdient hat", sagte der frühere Bundesliga-Coach, der inzwischen beim englischen Erstligisten AFC Bournemouth arbeitet, bei RTL/Sky Sport.

Der Trainer der Kölner gebe alles, "aber nichts ist gut genug, und dann wird er ausgepfiffen, dann wird er angefeindet", sagte Rose: "Das mit nach Hause zu nehmen, das ist schon ein Brett." Auch bei seinem Ex-Klub Leipzig habe er angesichts der medialen Berichterstattung das Gefühl, "dass der Daumen gesenkt ist". Für die betroffenen Trainer sei das "natürlich kein angenehmes Gefühl".

Rose in Leipzig "Stück" seine "Leichtigkeit verloren"

Rose fordert deshalb einen respektvolleren Umgang mit seinen Kollegen. "Es ist ein privilegierter Job, aber es ist auch ein Job mit großem Druck", sagte der 50-Jährige, der sich insgesamt mehr Verantwortungsgefühl und Nachsicht im Umgang wünscht.

Dabei verwies er auch auf seine eigenen Erfahrungen. "Die letzten Monate in Leipzig haben mit mir schon auch was gemacht. Das haben Freunde gesehen, das haben alle gesehen", sagte Rose: "Ich habe gekämpft. Ich habe wahrscheinlich auch ein Stück weit meine Leichtigkeit verloren."

Diese hat Rose in Bournemouth, das zuletzt mit vier Siegen in Folge - darunter 3:0-Erfolge gegen die AC Mailand und Manchester United - glänzte, inzwischen wiedergefunden. Mit den Cherries rangiert er in der Premier League nach acht Spielen auf Tabellenplatz 13.

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