Vafei als erster Qualifikant im Achtelfinale, Murphy mit Traumstart

Hossein Vafei bei seinem WM-Auftakt.
Hossein Vafei bei seinem WM-Auftakt.Richard Sellers / PA Images / Profimedia

Mit Hossein Vafei steht nicht nur der einzige Iraner, der jemals bei einer Snooker-WM mit dabei war, im Achtelfinale - von 16 angetretenen Qualifikanten ist er außerdem der bisher einzige, der sein Erstrundenmatch überstehen konnte. Gegen Si Jiahui gewinnt er unfassbare neun Frames in Folge und siegt so mit 10:3. Parallel eröffnen Shaun Murphy und Xiao Guodong die Runde der letzten 16 - dabei geht die erste Session mit 6:2 an Murphy.

Vor dem heutigen Tag endeten alle 14 abgeschlossenen Matches zugunsten der gesetzten Spieler, doch das Novum, dass erstmals alle 16 die zweite Runde im Crucible Theatre erreichen würden, bleibt nach der 3:10-Niederlage von Si Jiahu über Hossein Vafei ein solches. Der "Prinz von Persien"gewann dabei starke neun Frames in Folge. 

Zum Match-Center: Si vs. Vafei

Vafaei lag in der ersten Session am Mittwoch zunächst mit 1:3 zurück, drehte das Spiel jedoch und ging mit 6:3 in den Tag. Si kam heute zwar besser in die Session, verschoss jedoch bei 22 Punkten Pink auf die Mitte und ermöglichte seinem Gegner 53er zum 7:3. Im 12. Frame lag Si bei 9 Punkten, als er die Position verlor, woraufhin Vafaei ein Safety-Duell für sich entschied und 45 Punkte erzielte, um seinen Vorsprung auszubauen.

Hossein Vafei kämpft für den Iran

Dank einer 78 stellte der Iraner, der wegen der politischen Lage seines Heimatlands Schwierigkeiten dabei hatte, sich auf den Sport zu konzentrieren, die Zeichen dann engültig auf das Weiterkommen. Si bekam zwar noch eine letzte Chance zur Aufholjagd, verschoss jedoch im 12. Frame bei 24 Punkten eine Rote, woraufhin Vafaei mit einer 68 das Match beendete.

"Ich bekomme viel Unterstützung aus meiner Heimat, deshalb kämpfe ich für sie", sagte Vafaei. "Ich denke einfach daran, sie glücklich zu machen." Er hoffe, dass der Krieg, der am 28. Februar mit US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf den Iran begann, bald vorbei sei. "Dann kehrt die Sicherheit in mein Land zurück."

Shaun Murphy und Xiao Guodong eröffnen Achtelfinale

Am anderen Tisch erspielte sich der Crucible-Champion von 2005, Shaun Murphy, nach der ersten Session seines Zweitrundenmatches gegen Xiao Guodong einen komfortablen Vorsprung von 6:2.

Zum Match-Center: Murphy vs. Xiao

Murphy, der die erste Runde haarscharf gegen Fan Zhengyi überstand, war von Anfang an im Match und spielte sich phasenweise in einen Rausch - und das, obwohl er im dritten Durchgang nach einem selbst verursachten Snooker unfassbare acht Versuche brauchte, um sich daraus zu befreien. Nichtsdestotrotz gewann er die ersten fünf Frames, Xiao hatte dabei trotz Murphys Snooker-Bredouille keine wirkliche Chance. Murphy gelangen dabei Breaks in Höhe von 79, 103, 63 und 64. 

Der Chinese gab sich aber nicht auf und verkürzte den Rückstand auf 2:5, ohne aber dabei ein hohes Break zu erzielen. Murphy beendete die Session dann mit einem weiteren Break von mindestens 50 Punkten (61) und geht so mit einem verdienten 6:2 in die morgige zweite Session.