Austria Wien hat in der sechsten Runde der ADMIRAL Bundesliga den erhofften Befreiungsschlag geschafft. Die Veilchen drehten gegen Aufsteiger Austria Lustenau einen Rückstand und feierten mit 2:1 ihren ersten Liga-Heimsieg der Saison. Julian Hettwer und Kelvin Boateng sorgten in der Schlussphase für die Wende.
Dabei sah es lange nach dem nächsten Rückschlag für die Mannschaft von Trainer Stephan Helm aus. Zwar erwischten die Wiener den besseren Start, zwingende Möglichkeiten blieben zunächst aber Mangelware. Manfred Fischer traf nach 25 Minuten nur das Außennetz. Kurz vor der Pause hatte Johannes Eggestein Pech, als sein abgefälschter Abschluss von der Innenstange zurück ins Feld sprang.
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Auch Lustenau setzte zunehmend offensive Akzente. Austria-Torhüter Samuel Sahin-Radlinger musste sowohl gegen Antonio Verinac als auch gegen Dominik Weixelbraun eingreifen.

Kurz nach der Pause war er schließlich geschlagen. Nach einem Fehlpass von Lee Kang-hee schickte Sacha Delaye Weixelbraun in die Tiefe. Der Rapid-Leihspieler blieb cool und erzielte in der 47. Minute sein drittes Ligator der Saison.
Hettwer und Boateng drehen die Partie
Die Austria erhöhte danach den Druck, blieb im letzten Drittel aber lange zu ungefährlich. Johannes Handl köpfelte an die Oberkante der Latte, auf der Gegenseite hätte Delaye mit einem Stangenschuss beinahe für die Vorentscheidung gesorgt.
Dann bewiesen die Wiener Joker-Qualitäten. Der eingewechselte Boateng legte in der 81. Minute ideal für Hettwer quer, der zum 1:1 einschob. In der Nachspielzeit wurde es noch einmal dramatisch. Lee köpfelte nach einer Eggestein-Flanke an die Latte, den Abpraller verwertete Boateng per Seitfallzieher zum umjubelten 2:1.
WSG kommt nach 0:2 zurück
Auch am Innsbrucker Tivoli wurde ein Spiel spät gedreht – zumindest teilweise. Die Gäste präsentierten sich vor der Pause äußerst effizient. Oliver Lukic brachte Hartberg in der 14. Minute mit einem Aufsitzer-Freistoß in Führung und erzielte damit sein erstes Bundesligator. Marco Hoffmann erhöhte kurz vor der Pause nach einem Freistoß von Tobias Kainz auf 2:0.
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Die WSG hatte mehr Ballbesitz, tat sich gegen die kompakte Hartberger Defensive aber lange schwer. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Tiroler den Druck. Konstantin Schopp rettete zunächst auf der Linie, auch Torhüter Armin Pecsi war mehrfach gefordert.

In der 72. Minute war Hartbergs Defensive schließlich geschlagen. Der eingewechselte Lukas Hinterseer köpfelte nach einem Eckball wuchtig zum 1:2 ein.
Satin trifft in der allerletzten Sekunde
Die Tiroler warfen in der Schlussphase alles nach vorne. Hartberg verteidigte den knappen Vorsprung lange erfolgreich, brachte sich mit der letzten Aktion aber selbst um zwei Punkte. Lukic stieß Thomas Sabitzer im Strafraum zu Boden. Murat Satin übernahm die Verantwortung und verwandelte den fälligen Elfmeter in der 95. Minute zum 2:2-Endstand.
