Giro d'Italia: Narváez gewinnt 4. Etappe im Zielsprint– Stork weiter stark

Jhonatan Narváez bei der Zieleinfahrt
Jhonatan Narváez bei der ZieleinfahrtREUTERS/Jennifer Lorenzini

Der ecuadorianische Radprofi Jhonatan Narváez hat beim 109. Giro d'Italia die erste Etappe auf italienischem Boden gewonnen. Nach dem dreitägigen Auftakt in Bulgarien sowie dem Transfer am Ruhetag am Montag entschied der 29-Jährige vom Team UAE Team Emirates beim vierten Teilstück den Sprint einer größeren Ausreißergruppe in Cosenza für sich und feierte seinen ersten Tageserfolg beim diesjährigen Giro.

Narváez verwies nach 138 km Orluis Aular (Venezuela/Movistar) und Giulio Ciccone (Italien/Lidl-Trek) auf die Plätze. Ciccone übernahm damit das Rosa Trikot des Gesamtführenden von Guillermo Thomas Silva aus Uruguay (XDS Astana). Florian Stork (Bünde/Tudor Pro Cycling) konnte im Zielsprint nicht eingreifen und belegte als bester Deutscher den elften Platz. In der Gesamtwertung ist er Dritter.

"Es war recht hohes Tempo am Berg, das habe ich nicht erwartet. Ich dachte, es wird eine größere Gruppe, das hätte mir mehr gelegen", sagte Stork bei Eurosport. Beim Sprint sei es "schwer" gewesen, "das richtige Rad zu finden. Auf der Zielgeraden hatte ich einfach die Beine nicht."

Einen Rückschlag im Kampf um den Gesamtsieg musste Top-Favorit Jonas Vingegaard schon vor dem Start hinnehmen. Sein niederländischer Teamkollege Wilco Kelderman nahm das Rennen nach dem Ruhetag am Montag aufgrund von Sturzfolgen nicht mehr auf und steht Vingegaard damit in den Bergen als Helfer nicht zur Verfügung.

Die fünfte Etappe steht am Mittwoch an. Auf den 203 km zwischen Praia a Mare und Potenza sind über 3700 Höhenmeter zu absolvieren. Das Profil des Tages begünstigt einen Ausreißererfolg.