1. Tadej Pogacar
UAE Team Emirates-XRG
Eigentlich scheint alles klar. Wenn die 113. Tour de France am kommenden Sonntag in Paris endet, wird Tadej Pogacar zum fünften Mal als Gesamtsieger auf dem Podest stehen und nach Tour-Triumphen mit Legenden wie Eddy Merckx oder Bernard Hinault gleichziehen. Zu dominant sind die Auftritte des zweimaligen Weltmeisters, der bei der laufenden Frankreich-Rundfahrt schon vier Etappen gewonnen hat.
Ein Leistungseinbruch ist weder im Einzelzeitfahren am Dienstag noch auf den schweren Bergetappen mit dem Doppelpack in Alpe d'Huez zu erwarten.
2. Remco Evenepoel
Red Bull-Bora-hansgrohe/+5:00 Minuten
Es war einer der größten Siege seiner Laufbahn. Am Sonntag triumphierte der belgische Doppel-Olympiasieger bei der Bergankunft am Plateau de Solaison und ließ dabei sogar Pogacar hinter sich. "Ich habe den besten Fahrer aller Zeiten geschlagen. Das bedeutet mir eine Menge", sagte Evenepoel im Ziel.
Erstmals hatte der meinungsstarke Topfahrer auch im Hochgebirge seine ganze Klasse gezeigt – und sich damit in eine hervorragende Ausgangsposition vor der entscheidenden Tourphase gebracht. Beim Zeitfahren am Dienstag dürfte der Weltmeister seinen Vorsprung im Kampf um Platz zwei ausbauen, danach muss Evenepoel beweisen, dass sein Kletter-Kunststück vom Sonntag keine Ausnahme war.
3. Isaac del Toro
UAE Team Emirates-XRG/+5:58 Minuten
Der Mexikaner musste sich in Sekundenschnelle entscheiden: "Entweder stürze ich allein oder ich fahre Tadej an", sagte Del Toro, der am Sonntag in den Unfall verwickelt war, der zum Ausscheiden von Jonas Vingegaard führte. Pogacar blieb auf dem Rad – und Del Toro von schweren Blessuren verschont.
Der 22-Jährige ist Pogacars wichtigster Helfer, beide verstehen sich prächtig, das bewies nicht nur der Tagessieg auf der 2. Etappe, den ihm Pogacar überließ. Del Toros Form stimmt. Wie viele Freiheiten er in den Alpen erhält, bleibt für den Träger des Weißen Trikots jedoch abzuwarten.
4. Paul Seixas
Decathlon CMA CGM/+6:23 Minuten
Der erst 19-jährige Franzose, der alle Hoffnungen der Gastgeber auf seinen schmalen Schultern trägt, wird auf dem Weg bis Paris eine viel diskutierte Frage beantworten: Kann Seixas schon eine dreiwöchige Rundfahrt auf Top-Niveau durchhalten? Seixas nimmt erstmals an einer Grand Tour teil und schlägt sich bisher mehr als achtbar.
Ein Etappensieg fehlt ihm noch, Alpe d'Huez wäre dafür die perfekte Bühne – wenn er denn die gute Form konservieren kann. Auf der 15. Etappe am Sonntag büßte er erstmals etwas Zeit auf seine Konkurrenten ein. Auf Tagessieger Evenepoel fehlte ihm am Ende fast eine Minute.
5. Florian Lipowitz
Red Bull-Bora-hansgrohe/+6:48 Minuten
Nach seinem Sensations-Podestplatz im Vorjahr hat sich der ruhige Mann aus Laichingen inzwischen endgültig in der Weltspitze etabliert. Lipowitz gehört auch 2026 zweifelsohne zu den besten Kletterern im Feld, doch scheinen seine Beine diesmal nicht ganz so frisch.
Nach der kleinen "Niederlage" am Sonntag dürfte er in Woche drei in die Helferrolle für Teamkollege Evenepoel rutschen. "Ich bin offen für alles", sagte Lipowitz, der sich mit einer Leistungssteigerung auf den langen Bergen der letzten Tour-Tage dennoch Chancen auf einen Platz unter den ersten drei ausrechnen kann.
6. Juan Ayuso
Lidl-Trek/+7:28 Minuten
Der Spanier, der im Vorjahr noch für das Pogacar-Team UAE fuhr, startet als Außenseiter in die finalen Runden im Rennen um Rang drei. Ayuso fuhr oft mit, Wirkungstreffer gegen die Rivalen erzielte er aber nicht. Will der 23-Jährige aufs Podest, muss er sich steigern und die Initiative ergreifen.
Tour de France 2026
Am 4. Juli beginnt die Tour de France 2026 im spanischen Barcelona. 3.321,2 Kilometer und 22 Tage später – am 26. Juli – kommen die Fahrer der 18 Teams traditionell in Paris an. Bei Flashscore findest du alle Informationen zur berühmtesten Radrundfahrt der Welt.
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