Auf die Frage, ob Novak Djokovic noch einmal nach Roland Garros zurückkehren wird, antwortete der 39-Jährige zweimal: "Ich weiß es nicht." Zuvor war der Routinier nach einem fast fünfstündigen Krimi am 19-Jährigen Brasilianer Joao Fonseca gescheitert (6:4, 6:4, 3:6, 5:7, 5:7).
Weil der Weltranglistenerste Jannik Sinner bereits ausgeschieden ist und der Spanier Carlos Alcaraz verletzt fehlt, hätte sich Djokovic durchaus Hoffnungen auf seinen vierten Titel in Paris machen können. Aber derlei Gedankenspiele seien ihm "egal", sagte Djokovic.
Er denke nicht, "dass ich zu viel falsch gemacht habe in meinem Spiel. Er war einfach besser", sagte Djokovic: "Ich habe gutes Tennis gespielt."
Die nächste Chance auf seinen 25. Majortitel hat Djokovic ab Ende Juni in London. "Wimbledon ist körperlich nicht ganz so anstrengend. Das ist sein nächstes großes Ziel", sagte Eurosport-Experte Boris Becker: "Nach den Auftritten von dieser Woche hat er da alle Chancen, den Titel zu gewinnen."
Match-Center: Fonseca vs. Djokovic
Zverev will sich auf sich selbst konzentrieren
Alexander Zverev gilt nach seinem Achtelfinaleinzug gegen den Franzosen Quentin Halys (6:4, 6:3, 5:7, 6:2) in Roland Garros nun als absoluter Top-Favorit. Er ist als einziger Spieler der Top-5 der Weltrangliste noch im Turnier vertreten.

Auf der Jagd nach seinem ersten Grand-Slam-Titel verzichtet der 29-Jährige aber auf Kampfansagen: "Ich muss mich auf die Sachen konzentrieren, die ich beeinflussen kann und das sind meine Matches", sagte der Weltranglistendritte.
Mit seinem eigenen Niveau ist Zverev zufrieden. "Auch wenn ich heute einen kleinen Durchhänger hatte, spüre ich, dass mein Level da ist", sagte er: "Ich werde alles dafür tun, auch in der zweiten Woche gutes Tennis zu spielen und alle meine Matches, die ich spiele, zu gewinnen."
Match-Center: Halys vs. Zverev
Nächster Gegner ein Lucky Loser
Zverevs nächster Gegner ist der Niederländer Jesper de Jong. Der Weltranglisten-106. legt am Bois de Boulogne einen erstaunlichen Lauf hin. Sein Qualifikations-Finale hatte der 25-Jährige verloren, rutschte dann aber noch als Lucky Loser ins Hauptfeld.

De Jong bezwang in seinem ersten Match den Schweizer Ex-Turniersieger Stan Wawrinka und zuletzt in der dritten Runde den Russen Karen Khachanov in fünf Sätzen.
