Nach French-Open-Chaos - der Weg zum Titel für Zverev, Ruud & Co. in der Analyse

Nie war die Chance für Alexander Zverev so groß, endlich einen Grand Slam zu gewinnen.
Nie war die Chance für Alexander Zverev so groß, endlich einen Grand Slam zu gewinnen.REUTERS

Jannik Sinner streicht die Segel, Novak Djokovic scheitert ebenfalls an der Hitze, insgesamt sind bereits 22 der 32 gesetzten Spieler aus dem Turnier ausgeschieden. Es könnte eine einmalige Chance für das restliche Teilnehmerfeld zu sein, einen magischen Lauf bei einem verrückten Grand Slam am Ende mit dem Titel zu belohnen. Die French Open dieses Jahr geben dabei auch Alexander Zverev die Chance, endlich seinen Fluch zu brechen.

Mag man den Buchmachern Glauben schenken, ist die French Open 2026 die größte Chance überhaupt für Alexander Zverev. Knapp 50 Prozent beträgt seine Chance auf den Titel zu dem Zeitpunkt der Veröffentlichung, dicht gefolgt von Casper Ruud und Rafael Jodar, die beide in ihrer aktuellen Form eventuell zum Klotz am Bein des Deutschen werden. Doch wie schaut der mögliche Weg ins Finale für das aktuelle Favoriten-Trio überhaupt aus. Wir haben die Pfade analysiert:

Alexander Zverev

Ursprünglich konnte sich Alexander Zverev über seine Hälfte des Draws freuen, es war die Möglichkeit, erst im Finale gegen Jannik Sinner antreten zu müssen. Nun, wo der Mann aus Südtirol bereits ausgeschieden ist, während Jodar und Fonseca sich in absolute Top-Form gespielt haben, schaut es im Draw wieder anders aus. Zwar fängt das Achtelfinale mit einem Duell gegen Jesper De Jong recht harmlos an, aber danach lauert mutmaßlich direkt Rafael Jodar, insofern dieser gegen Pablo Carreno Busta triumphieren kann.

Match-Center: Jesper De Jong vs. Alexander Zverev

Im Halbfinale wartet dann eine weitere, beinharte Prüfung. Sowohl Jakub Mensik, als auch Casper Ruud, Andrey Rublev und Joao Fonseca sind alle unfassbar gefährlich und wären wohl das "richtige" Endspiel vor dem Endspiel.

Im Finale von Paris kann bei dem Stand in der oberen Hälfte aktuell jeder warten, so ist selbst für einen absoluten Underdog wie Zachary Svajda der Weg bis ins Endspiel nicht unrealistisch. Das baut alles auf dem Fakt auf, dass der letzte verbleibende Top-Star auf dieser Seite des Turnierbaums, Felix Auger-Alliasime, absolut kein Sandplatz-Spieler ist und hier problemlos gegen einen, auf dem Papier, kleineren Namen scheitern könnte.

Achtelfinale: Jesper De Jong

Viertelfinale: Rafael Jodar/Pablo Carreno Busta

Halbfinale: Jakub Mensik/Casper Ruud/Andrey Rublev/Joao Fonesca

Finale: Felix Auger-Alliasime/Underdog

Casper Ruud

Es zeigt sich ein ähnliches Bild, die Krux an diesem Trio ist es, dass sich eben alle in derselben Hälfte befinden, der Pfad für Casper Ruud sieht in dieser Konstellation weitaus kräftezehrender aus, als es der von Zverev tut. So muss er direkt  gegen den brandgefährlichen Fonesca an den Start gehen, bevor er nach einem möglicherweise zweiten Fünfsatz-Match in Folge dann gegen Mensik oder Rublev spielen soll, die ebenfalls vor Energie nur so strotzen.

Match-Center: Casper Ruud vs. Joao Fonseca

Sollte er es bis ins Halbfinale schaffen, wartet dort mutmaßlich Alexander Zverev oder Rafael Jodar, beide haben einen einfacheren Pfad, was die Kräfte angeht und sollten Casper Ruud davon abhalten können, das dritte Mal im Finale von Roland Garros zu stehen.

Achtelfinale: Joao Fonseca

Viertelfinale: Jakub Mensik/Andrey Rublev

Halbfinale: Alexander Zverev/ Rafael Jodar/Pablo Carreno Busta/Jesper De Jong

Finale: Felix Auger-Alliasime/Underdog

Rafael Jodar

Für Rafael Jodar wäre es die riesige Chance, in seiner extrem frühen Karriere, direkt den Sprung in die Spitze der Tenniswelt zu schaffen. Mit dem Achtelfinale gegen Pablo Carreno Busta sollte der Youngster kaum Probleme haben, dann kommt es auf Tagesform und Wetter an, ob gegen Alexander Zverev wirklich etwas drin sein sollte. Hätte er den größten verbleibenden Brocken des Turniers aus dem Weg geschafft, dürfte ihn kaum noch jemand aufhalten. 

Das mögliche Semi gegen Joao Fonseca könnte nochmal die Chance auf ein Duell der Tennis-Juwele bieten. Jodar ist in der aktuellen Verfassung jedoch noch einmal stärker als der Brasilianer einzuschätzen. Auch hier wäre das Endspiel dann wieder gegen einen beliebigen Akteur aus der oberen Hälfte, jedoch ist Jodar all diesen vom aktuellen Tennis-Level definitiv überlegen.

Match-Center: Rafael Jodar vs. Pablo Carreno Busta

Achtelfinale: Pablo Carreno Busta

Viertelfinale: Jesper De Jong/Alexander Zverev

Halbfinale: Halbfinale: Jakub Mensik/Casper Ruud/Andrey Rublev/Joao Fonesca

Finale: Felix Auger-Alliasime/Underdog