Die Handgelenksverletzung von Carlos Alcaraz rund einen Monat vor dem Start der French Open sorgt in der Szene für Aufsehen. Es scheint durchaus möglich, dass der zweimalige Roland-Garros-Champion in diesem Jahr das Highlight der Sandplatzsaison ab dem 24. Mai verpasst. Für Zverev, den Weltranglistendritten aus Hamburg, würden sich die Aussichten damit spürbar verbessern.
Zunächst einmal gilt es aber für den Olympiasieger von Tokio, in der Vorbereitung auf Paris seine Winnermentalität nachzuweisen. Nach zuletzt vier Halbfinalniederlagen in Serie auf der Tour - drei davon gegen den Weltranglistenersten Jannik Sinner - lechzt Zverev nach einem echten Coup. Das Turnier in der spanischen Hauptstadt, das er 2018 und 2021 gewinnen konnte, ist dafür eine gute Adresse. Zumal ihn Experten wie Boris Becker und Andrea Petkovic trotz des jüngsten Dämpfers in München auf einem guten Weg sehen.
"Er spielt das beste Tennis seines Lebens"
"Insgesamt ist die Form von Sascha Zverev sehr konstant, bis zum Halbfinale eigentlich immer absolute weltklasse", sagte Becker dem SID im Rahmen der Laureus World Sports Awards in Madrid: "Und dann passiert irgendetwas." Sollte er es auch in Madrid wieder in die Vorschlussrunde schaffen, hofft der 58-Jährige, dass Zverev "diesmal das Match gewinnt".
Petkovic zeigte sich derweil überzeugt, dass weitere Erfolge des deutschen Aushängeschilds nur eine Frage der Zeit sind. "Ich glaube, er spielt das beste Tennis seines Lebens", sagte die einstige Weltranglistenneunte dem SID. Selbstredend seien Sinner, der in Madrid seinen fünften Masterstitel in Folge gewinnen könnte, und ein fitter Alcaraz aktuell "das Nonplusultra" auf der Tour.
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Wenn Zverev aber an seinem aggressiveren Spielstil dranbleibe, "dann bin ich überzeugt, dass sich irgendwo ein Weg für ihn ergeben wird", sagte Petkovic. Sie meinte damit eine Grand-Slam-Chance: "Das hat er sich als Tennisspieler einfach verdient."
