"Geht in die richtige Richtung": Zverev mit Selbstvertrauen zum ersten Titel 2026?

Zverev fühlt sich wohl in München
Zverev fühlt sich wohl in MünchenREUTERS/Michaela Stache

Alexander Zverev stand in T-Shirt und Trainingshose vor dem altehrwürdigen Clubhaus des MTTC Iphitos und machte ein äußerst zufriedenes Gesicht. "Das war wahrscheinlich mein bestes Sandplatzmatch in diesem Jahr", sagte er nach dem Dreisatzsieg gegen Francisco Cerundolo aus Argentinien im Viertelfinale des ATP-Turniers in München. "Es geht in die richtige Richtung", betonte er, und ja, ergänzte er in seiner Rolle als Titelverteidiger, "ich hoffe, dass ich am Sonntag hier wieder mit dem Pokal stehen kann."

Zuvor aber trifft Zverev im Halbfinale am Samstag (ab 13.30 Uhr) auf Flavio Cobolli. Der 23 Jahre alte Italiener ist aktuell die Nummer 16 der Weltrangliste und in München an Nummer vier gesetzt. Und, so weiß der Hamburger aus den bislang zwei Duellen, "er ist ein wilder Spieler". Von daher: "Es wird eine Challenge sein." Zverev aber geht sie gelassen an. "Ich muss mir selbst vertrauen. Wenn ich mein Spiel spiele, kann ich nachts gut schlafen." Und außerdem: Beide Duelle mit Cobolli hat er gewonnen.

Zum Match-Center: Alexander Zverev vs. Flavio Cobolli

Zverevs 5:7, 6:0, 6:2 gegen den in der Weltrangliste auf Position 19 geführten Cerundolo schien ihm nur vorübergehend schlaflose Nächte bereiten zu können. In den beiden Schlussätzen zeigte sich Zverev gegenüber dem Argentinier klar überlegen.

Zverev will ersten Turniersieg

Als erster Spieler auf der ATP-Tour steht Zverev in diesem Jahr nun zum fünften Mal in einem Halbfinale, einmal häufiger als Jannik Sinner (Italien) und Carlos Alcaraz (Spanien) - allerdings: Im Gegensatz zur Nummer eins und der Nummer zwei der Welt hat der Dritte im ATP-Ranking in diesem Jahr auch noch keinen Sieg in der Runde der letzten vier und damit keinen Turniersieg vorzuweisen.

Seinen kommenden Gegner hat Zverev beide Male im vergangenen Jahr bezwungen, beide Male ohne Satzverlust. Zunächst in der dritten Runde der French Open, also auf Sand. Danach im Viertelfinale von Halle/Westfalen auf Rasen.