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US-Open-Highlights: Von Kerbers Krönung 2016 bis zum Zverev-Drama vor sechs Jahren

Angelique Kerber erreichte 2016 durch den Sieg in New York die Nr. 1 in der Weltrangliste.
Angelique Kerber erreichte 2016 durch den Sieg in New York die Nr. 1 in der Weltrangliste.TIMOTHY A. CLARY / AFP

Alexander Zverev steht zum zweiten Mal nach 2020 im Finale der US Open. Am Sonntag (20.00 Uhr/Sky und Sporteurope.tv) trifft er auf den US-Amerikaner Ben Shelton. Nach Steffi Graf, Angelique Kerber und Boris Becker könnte Zverev zum vierten deutschen Sieger in New York werden. Flashscore blickt auf einige Finals von Flushing Meadows mit deutscher Beteiligung zurück.

1988 - Grafs Premiere

Ein Jahr zuvor hatte Steffi Graf ihre erste Chance, doch die große Martina Navratilova ließ sich den Titel noch nicht nehmen. Gegen Gabriela Sabatini jedoch triumphierte Graf 6:3, 3:6, 6:1 und vollendete so nach den Siegen in Melbourne, Paris und Wimbledon den Grand Slam, den sie wenig später bei den Olympischen Spielen in Seoul vergolden sollte. Ihr Sieg war der erste deutsche in New York und Grafs erster von fünf Erfolgen bei den US Open.

1989 - Beckers Glück

Wieder einmal hielt Boris Becker die Nation in Atem: In der zweiten Runde stand Deutschlands Liebling kurz vor dem Aus, hatte gegen einen gewissen Derrick Rostagno zwei Matchbälle gegen sich. Beim zweiten half die Netzkante tatkräftig mit, der Rest ist eine Erfolgsgeschichte. Im Finale holte der dreimalige Wimbledonsieger Becker gegen Ivan Lendl mit 7:6, 1:6, 6:3, 7:6 seinen vierten Grand-Slam-Titel.

1994 - Stichs Debakel

Michael Stich, der Hochbegabte, schaffte es in seiner Karriere in drei Grand-Slam-Finals: 1991 schlug er sensationell Boris Becker in Wimbledon, 1996 unterlag er bei den French Open Jewgeni Kafelnikow und ärgerte sich über seine verpasste Chance, und 1994 in New York? Da war Stich beim 1:6, 6:7, 5:7 gegen Andre Agassi chancenlos. Für den zuvor tief gefallenen US-Amerikaner war es ein Märchen, für Stich ein Finale zum Vergessen.

2016 - Kerbers Krönung

Das Jahr 2016 wird Angelique Kerber für immer in Erinnerung bleiben: Der Durchbruch mit dem Grand-Slam-Titel in Melbourne, das Finale von Wimbledon, die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Rio. Doch die Krönung erfolgte in New York: Nach dem 6:3, 4:6, 6:4 im Finale über Karolina Pliskova kletterte Kerber auf Platz eins der Weltrangliste. Tatsächlich war sie in diesen Tagen die beste Spielerin der Welt.

2020 - Zverevs Drama

Zwei Punkte war Alexander Zverev gegen Dominic Thiem von seinem ersten Grand-Slam-Titel entfernt. In diesem merkwürdigen Corona-Finale vor einer Handvoll Zuschauern führte er mit 2:0-Sätzen und 5:3 im fünften Satz, und verlor dennoch dramatisch 6:2, 6:4, 4:6, 3:6, 6:7 (6:8). Die Niederlage hinterließ Spuren - und zwar lange. "Bis ich in Paris gewonnen habe", sagte Zverev vor seiner zweiten Chance am Sonntag.

Zum Match-Center: Alexander Zverev vs. Ben Shelton