Direkt im Anschluss an das Rennen neigte Leclerc nur bedingt zur Einsicht und hatte mit "wir sind zu weit gegangen" lediglich eine Teilschuld eingeräumt. Wenig überraschend sah Hamilton dies schon während des Rennens anders. "Charles hat mich hinausgedrückt", wütete der Brite, der auch nach dem Rennen merklich angesäuert auf die Aussage Leclercs reagierte: "Ich war in Kurve zwei vorne. Am Scheitelpunkt war ich weiter vorne. Ein 'Wir' gibt es da nicht."
Leclerc beteuerte inzwischen indes, beide Ferrari-Piloten hätten sich ausgiebig ausgesprochen, sodass kein böses Blut zwischen ihnen bestehe oder ihre Beziehung nicht nachhaltig beeinträchtigt sei. "Ich habe ihm gesagt, wie ich mich fühle, Lewis hat mir gesagt, wie er sich fühlt, und ich denke, dass wir im Nachhinein, nachdem wir ohne Emotionen darüber gesprochen haben, in unseren jeweiligen Standpunkten völlig übereinstimmen", sagte er.
