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Fernando Alonso und das vielleicht letzte Heimspiel – "Ich muss Rennen fahren"

Fernando Alonso hat seine Zukunft bislang offengelassen.
Fernando Alonso hat seine Zukunft bislang offengelassen.Reuters

Seine Liebe für den Motorsport rostet nicht. Und so legte Fernando Alonso bei der Reise zum Großen Preis von Spanien in Madrid diesen Zwischenstopp in Barcelona nur allzu gern ein. Auf der Strecke in Katalonien fuhr der Altmeister legendäre Autos von Ayrton Senna oder kletterte ins Cockpit seines McLaren aus dem Jahr 2007. "Einer der besten Tage des Jahres", schrieb er bei Instagram: "Spielzeuge und Barcelona."

Doch mit der Spielerei ist es nun vorbei: Die Vorbereitungen für das erste Formel-1-Rennen auf dem "Madring" in der Hauptstadt laufen auf Hochtouren. Die Karten für das Event sind längst vergriffen - es könnte Alonsos letztes Rennen in Spanien sein.

Sein Vertrag bei Aston Martin läuft zum Jahresende aus. Noch hat sich Alonso nicht geäußert, ob er weitermacht oder aufhört. Auch in Madrid will er das Geheimnis nicht lüften. "Wir respektieren, dass Fernando um Bedenkzeit bittet, um sicherzugehen, dass er für sich die richtige Entscheidung trifft", sagte Aston Martins Einsatzleiter Mike Krack: "Ich denke, bei einem Fahrer mit so viel Erfahrung und einer solchen Erfolgsbilanz gehört es sich aus Respekt einfach, das anzuerkennen und abzuwarten."

Zukunft? Alonso "muss Rennen fahren"

Medienberichten zufolge laufen im Hintergrund Gespräche mit den Verantwortlichen. Entscheidend ist wohl vor allem die sportliche Perspektive: In diesem Jahr fuhr Aston Martin gerade zu Beginn hinterher, wurde wegen seiner technischen Probleme gar zur Lachnummer.

Das kam einer Majestätsbeleidigung gleich. Immerhin ist Alonso, der 2001 in der Königsklasse debütierte, zweimaliger Weltmeister und in den Augen vieler noch immer einer der besten Fahrer. Seinen Ehrgeiz jedenfalls hat Alonso nicht verloren. "Irgendetwas muss ich fahren, das ist klar", sagte er: "Ich muss Rennen fahren, ich muss das Adrenalin spüren. Ich bin ein Wettkampftyp."

Einer, der bereits gegen Michael Schumacher fuhr oder Teamkollege von Lewis Hamilton bei McLaren war. Und einer, der im Fahrerlager größten Respekt genießt. "Fernando ist 45, und er fliegt noch immer", sagte Ex-Weltmeister Max Verstappen.

Sportlich will Alonso in Madrid überzeugen, die Strecke mit ihren vielen Kurven könnte dem Aston Martin entgegenkommen. Auf Highspeedstrecken wie Monza hat das Auto immense Probleme. "Wir wissen, dass es bessere Rennwochenenden geben wird und solche, bei denen wir uns schwertun werden. Vielleicht ist das nächste Rennen eine der Chancen", sagte er.