Der Mannschaft, so Lukas Podolski, habe die nötige Aggressivität gefehlt: "Man muss auch mal ein wenig dreckig spielen, auf dem Platz darf es ruhig mal knallen."
Von Profis mit derartigem Mindset habe Deutschland zu wenige, "weil die Spieler heutzutage glattgebügelt werden. Man darf sich zu nichts bekennen, anecken", sagte er. Eine Ausnahme sei unter anderem Antonio Rüdiger. "Er hat diese Galligkeit, er kann mal ein Drecksack sein, wenn es nötig ist", sagte Podolski.

Klopp laut Podolski die richtige Wahl
Als neuen Bundestrainer und Nachfolger des zurückgetretenen Julian Nagelsmann hält der Rio-Weltmeister Jürgen Klopp derweil für die richtige Wahl. Dies gelte "nicht nur wegen seiner Art, sondern auch wegen seines Ansatzes, Fußball spielen zu lassen", sagte Podolski.
Der Trainerwechsel allein werde die Probleme des deutschen Fußballs nach dem Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay aber nicht lösen: "Jetzt den Trainer zu wechseln und dann zu sagen, nun wird alles besser, das ist zu einfach."
Der DFB brauche vielmehr strukturelle Veränderungen – von der Nachwuchsarbeit bis zur Ausbildung von Mentalitätsspielern. Als Vorbilder nannte Podolski Spanien, Argentinien und Frankreich.
