Schnelle Rückkehr? Paris bewirbt sich für olympisches Eishockey

Die Accor Arena beim französischen Pokalfinale.
Die Accor Arena beim französischen Pokalfinale.Alexandre Martins / Alexandre Martins / DPPI via AFP / Profimedia

Nur sechs Jahre nach den Sommerspielen könnte Paris ein schnelles und unerwartetes olympisches Comeback feiern: Die französische Hauptstadt hat sich für die Ausrichtung der Eishockey-Turniere der Winterspiele 2030 beworben, nachdem die ursprünglichen Pläne einer Austragung im Fußballstadion von Nizza auf Widerstand gestoßen waren. Das teilte die Hallen-Betreibergesellschaft Paris Entertainment Company, zu 52 Prozent im Besitz der Stadt Paris, der Nachrichtenagentur AFP mit.

In ihrer Bewerbung verweisen die Betreiber auf die "Erfahrung bei der Organisation großer Sportveranstaltungen". Demnach sollen die Wettbewerbe in der Accor Arena und der Adidas Arena ausgetragen werden. In der Accor Arena, während der Entscheidungen der Sommerspiele 2024 im Basketball und Turnen unter dem Namen Arena Bercy bekannt, wird regelmäßig das Finale im französischen Eishockey-Pokal ausgespielt.

Sollte in Nizza Eishockey gespielt werden, müsste der Fußballklub OGC Nizza für mehrere Monate umziehen. Der neue Bürgermeister der Stadt, Eric Ciotti, hatte aus diesem Grund bereits seine Ablehnung geäußert. Frankreichs Sportministerin Marina Ferrari bestätigte am Dienstag, es werde derzeit nach einer alternativen Lösung gesucht. Renaud Muselier, Präsident des Regionalrats der Region Provence-Alpes-Cote d'Azur, hat eine Entscheidung bis Ende der Woche angekündigt.

Eishockey wäre bereits die zweite Sportart, die die Austragungsregion in den französischen Alpen verlässt. Dass Eisschnelllauf im Ausland stattfinden wird, ist bereits beschlossen. Infrage kommen Heerenveen in den Niederlanden und Turin.