Viermal bereits hielt Emery den riesigen Silberpokal des Europa-League-Siegers in den Händen. Den Rekordgewinner FC Sevilla führte er ab 2014 zu drei Titeln in Serie, hinzu kam der unwahrscheinliche Triumph mit dem FC Villarreal in einem epischen Endspiel gegen Manchester United 2021 (11:10 i.E.). Nur Sevilla gewann mit seinen sieben Titeln als Verein häufiger den Wettbewerb als der Trainer.
Zum Match-Center: SC Freiburg vs. Aston Villa
Am Mittwoch (21.00 Uhr/RTL) bekommt es der Europa-League-Experte in Istanbul mit Außenseiter SC Freiburg zu tun. Bereits durch seine sechste Teilnahme an einem Europapokal-Finale steigt Emery in einen namhaften Kreis auf: So viele Endspiele erreichten zuvor nur Carlo Ancelotti, Sir Alex Ferguson und Jose Mourinho. Mehr schaffte einzig der legendäre Giovanni Trapattoni (sieben). Mit seinem fünften Titel würde Emery mit Trapattoni, Ancelotti und Mourinho gleichziehen.
Emery hat Aston Villa zurück an die Spitze geführt
Klar, dass bei dem Verein aus Birmingham, für den Emery im November 2022 Villarreal verließ, alle Hoffnungen auf dem Titelhamster ruhen. "Es gibt keinen besseren Trainer, der uns auf dieses Spiel vorbereiten und ins Finale führen könnte. Seine Erfolgsbilanz spricht für sich. Wir müssen jetzt gewinnen", sagte der englische Nationalspieler Ollie Watkins bei TNT Sports.

Bevor Emery übernahm, war Villa regelmäßig Abstiegskandidat. Dank diverser gelungener, wenn auch teurer Transfers führte der 54-Jährige den Klub seither bereits zwei Mal in die Champions League. Auch in dieser Saison sicherte der Tabellenvierte die Königsklasse.
Auch Prinz William drückt die Daumen
Nun hofft der Verein, für den Prinz William schwärmt, auf das Ende der Durststrecke: Die letzte Finalteilnahme bedeutete auch den letzten europäischen Titel. 1982 im Europapokal der Landesmeister ging es mit Bayern München ebenfalls gegen einen deutschen Gegner.
Dass er dennoch meist nicht ins oberste Regal der Trainerelite einsortiert wird, liegt wohl an Emerys durchmischter Vita. Vor seinem Durchbruch in Sevilla trainierte er den FC Valencia und Spartak Moskau. Bei Paris Saint-Germain holte der gebürtige Baske dann von 2016 bis 2018 sieben Titel, anschließend erlebte seine Karriere durch ausbleibenden Erfolg beim FC Arsenal eine Delle. Der vermeintliche "Schritt zurück" zu Villarreal erwies sich als genau richtig - dank des Triumphs in seinem Paradewettbewerb.
Den peilt er nun auch mit Villa gegen Freiburg an.
