Zum Hauptinhalt springen

FC Barcelona und Real-Präsident Pérez müssen vor Gericht

Florentino Pérez
Florentino PérezČTK / imago sportfotodienst / Alba Pacheco / Agencia LOF

Der Streit zwischen dem FC Barcelona und Real-Madrid-Präsident Florentino Pérez landet vor Gericht. Am 25. November müssen sich der spanische Meister und der Vereinsboss des Erzrivalen zu einem Schlichtungstermin in Madrid einfinden. Das bestätigten Justizkreise am Montag. Der Termin ist einem möglichen Strafverfahren wegen Verleumdung gegen Pérez vorgeschaltet.

Hintergrund sind Äußerungen des Real-Bosses zum sogenannten Negreira-Fall: Pérez hatte Barcelona im Mai unter anderem Korruption vorgeworfen und den Fall als "schwerwiegendsten Korruptionsfall der Geschichte des Fußballs" bezeichnet. "Ich habe sieben Meisterschaften gewonnen. Ich hätte doppelt so viele gewinnen können. Die anderen wurden mir gestohlen", sagte der 79-Jährige hinsichtlich seines Vorwurfs der Einflussnahme der Katalanen auf Schiedsrichterentscheidungen.

Barcelona hatte daraufhin im Juni eine Schlichtung beantragt und eine öffentliche Rücknahme der Aussagen gefordert. Sollte es dabei zu keiner Einigung kommen, kündigte der Klub eine Strafanzeige wegen Verleumdung an.

Im Zentrum des Negreira-Falls stehen Zahlungen des FC Barcelona von bis zu sieben Millionen Euro über viele Jahre an Unternehmen, die mit Jose Maria Enriquez Negreira, einem ehemaligen Vizepräsidenten des spanischen Schiedsrichterausschusses, verbunden waren. Die spanische Justiz untersucht, ob damit eine sportliche Einflussnahme bezweckt wurde. Barcelona bestreitet ein Fehlverhalten und gibt an, für Schiedsrichterberichte bezahlt zu haben.

Der Termin im November ist zunächst ein Versuch, den Streit außergerichtlich beizulegen. Erst bei einem Scheitern könnte Barcelona den angekündigten strafrechtlichen Schritt gegen Pérez einleiten.

Liveticker bei Google bevorzugenSo siehst du unsere News öfter
HinzufügenBei Google hinzufügen