Nach Vorwurf rechtsextremer Geste: FIFA spricht WM-Schiedsrichter Evans frei

Schiedsrichter Shaun Evans im Einsatz während eines Spiels der australischen A-League.
Schiedsrichter Shaun Evans im Einsatz während eines Spiels der australischen A-League.Paul Kane / Getty Images via AFP

Der australische WM-Schiedsrichter Shaun Evans muss nach einem Wirbel in den sozialen Medien keine Konsequenzen fürchten. Der Weltfußballverband FIFA hat den Unparteiischen am Montag vom Vorwurf eines disziplinarischen Fehlverhaltens freigesprochen. Dem Offiziellen war vorgeworfen worden, während einer Live-Übertragung eine rechtsextreme Handgeste gezeigt zu haben. Nach einer Untersuchung stellte das unabhängige Disziplinarkomitee des Verbandes jedoch klar, dass kein Verstoß gegen den FIFA-Disziplinarcode vorliegt.

Evans war am Sonntag beim WM-Spiel zwischen Deutschland und Curaçao als unterstützender Video-Assistent im Einsatz. Während der Fernsehübertragung fingen die Kameras eine Szene ein, in der er mit Daumen und Zeigefinger der rechten Hand einen Kreis formte. Da diese Geste im Netz immer wieder mit rechtsextremen Gruppierungen in Verbindung gebracht wird, verbreiteten sich die Aufnahmen auf Plattformen wie X (ehemals Twitter) rasant. Die Reaktionen in den sozialen Medien veranlassten die FIFA schließlich dazu, den Vorfall offiziell zu prüfen.

In einer persönlichen Stellungnahme wies Evans jegliche politische Absicht entschieden zurück und erklärte das Geschehen mit einer unwillkürlichen körperlichen Reaktion: "Ich möchte unmissverständlich klarstellen, dass ich zu keinem Zeitpunkt bewusst eine Handgeste oder ein Symbol gewählt habe, um irgendeine Botschaft, politische Überzeugung oder Zugehörigkeit auszudrücken."

Evans: "Unterbewusstes Zucken"

"Die einzige Erklärung ist ein unwillkürliches, unterbewusstes Zucken, dessen ich mir im selben Moment gar nicht bewusst war. Ich bedauere die entstandene Interpretation zutiefst, betone aber nochmals, dass dieses Zeichen weder wissentlich noch mit Absicht geschah."

Das Disziplinarkomitee folgte der Argumentation des Schiedsrichters und schloss die Akte, womit der Vorfall für Evans ohne Strafen oder Sperren zu Ende geht.

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