Sturm Graz hat dem LASK die erste Niederlage der Bundesliga-Saison zugefügt. Die Steirer gewannen einen intensiven und über weite Strecken offenen Schlagabtausch mit 2:1.
Die erste große Szene gehörte allerdings dem LASK. Christoph Lang kam bereits in der zweiten Minute nach einem Querpass von Kasper Jörgensen zum Abschluss, ließ die Möglichkeit aber liegen.
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Danach kam Sturm immer besser ins Spiel. Seedy Jatta scheiterte zunächst an LASK-Torhüter Lukas Jungwirth, ehe die Grazer in der 34. Minute einen Konter perfekt ausspielten. Jatta gewann den Ball gegen Bello, über Simon Seidl kam das Spielgerät zu Mamageishvili. Der Georgier ließ Danek aussteigen und schlenzte den Ball ins lange Eck.
Danek antwortet vor der Pause
Der LASK ließ sich vom Rückstand nicht aus dem Konzept bringen. Beide Mannschaften suchten immer wieder schnell den Weg nach vorne, kurz vor der Pause wurden die Linzer dafür belohnt. Nach einem hohen Ball in den Strafraum waren sich Sturm-Keeper Danijl Chudjakow und Arjan Malic nicht einig. Danek nutzte das Missverständnis und traf per Volley zum 1:1 (45.+3).
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Tempo hoch. Dann musste Jatta offenbar aufgrund von Schulterproblemen vom Platz. Für ihn kam Diakite – und der Neuzugang brauchte nicht lange, um sich bei seinem neuen Verein vorzustellen.

Ein weiter Ball von Malic hebelte in der 59. Minute die LASK-Defensive aus. Diakite entwischte seinen Gegenspielern, hob den Ball über Jungwirth und schob anschließend zum 2:1 ein.
Kühbauer: "Müssen uns an der Nase packen"
Dietmar Kühbauer reagierte und brachte unter anderem Sasa Kalajdzic. Der ÖFB-Teamstürmer hatte nur wenige Minuten später den Ausgleich auf dem Fuß. Sein Abschluss aus kurzer Distanz wurde von Malic allerdings noch vor der Linie geklärt.
Der LASK versuchte danach, den Druck zu erhöhen, blieb im entscheidenden Moment aber zu ungenau. „Wir haben ihnen Geschenke gegeben, waren zu schlampig“, ärgerte sich Kühbauer. Seine Mannschaft habe zwar „mehr fürs Spiel gemacht“, sei im letzten Drittel aber nicht sauber genug gewesen. „Dadurch müssen wir uns an der eigenen Nase packen und daraus lernen.“
Sturm konzentrierte sich zunehmend auf die Defensive und setzte auf schnelle Gegenstöße. Die klareren Möglichkeiten in der Schlussphase hatten tatsächlich die Grazer. Jungwirth verhinderte gegen Valmir Matoshi zunächst die Entscheidung.
In der siebenten Minute der Nachspielzeit hätte Otar Kiteishvili endgültig alles klarmachen können. Nach einem Foul von Xavier Mbuyamba an Filip Rozga trat der Georgier zum Elfmeter an, setzte den Ball aber über das Tor.
Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch zeigte sich mit dem gewählten Matchplan zufrieden. „Wir haben es mit sehr viel Leidenschaft, Kampfgeist und Energie geschafft, den LASK vor Probleme zu stellen“, erklärte er. Bewusst habe seine Mannschaft diesmal nicht auf einen spielerischen Ansatz gesetzt, um dem starken Linzer Umschaltspiel möglichst wenig Raum zu geben. „Am Ende haben wir die größeren und klareren Torchancen gehabt.“
