Florian Lipowitz ist zurück auf der großen Bühne. Allein das ist für den deutschen Radsport-Star nach zähem Kampf ums Comeback schon ein Erfolg.
Etwas mehr als zwei Monate nach seinem heftigen Sturz bei der Tour de France trifft Lipowitz im Straßenrennen der WM in Montréal am Sonntag (ab 15 Uhr/ZDF-Livestream und Eurosport) erstmals wieder auf die versammelte Weltelite. Sich selbst zählt er noch nicht dazu.
"Ich bin definitiv noch nicht in Topform. Da fehlt einfach noch zu viel", sagte Lipowitz und bremste die Erwartungen: "Es ist offensichtlich, dass es noch nicht für ein super starkes Rennen reichen wird. Aber ich bin nichtsdestotrotz happy, hier zu sein."
Schnelles Comeback nach schwerem Sturz
Garantiert war die Reise nach Kanada schließlich nicht. Der deutsche Hoffnungsträger war im Einzelzeitfahren der Frankreich-Rundfahrt im Juli brutal zu Fall gekommen und dabei mit der Schulter gegen einen Bordstein geprallt.
Lipowitz musste mit einem Bruch des Schlüsselbeins operiert werden. "Es war natürlich ein harter Weg, wieder in Form zu kommen. Nach dem Sturz war es keine einfache Zeit", sagte Lipowitz in Kanada.
Im September saß der 26-Jährige bei drei kleineren italienischen Eintagesrennen bereits wieder im Sattel. Das WM-Straßenrennen mit 273,4 km Länge und 3.803 Höhenmetern wird in Abwesenheit des verletzten Titelverteidigers Tadej Pogacar nun aber der erste echte Härtetest.
"Dadurch, dass Pogacar nicht am Start ist, wird es sicher anders sein als bei den vergangenen Weltmeisterschaften. Ich denke, es wird ein ziemlich offenes Rennen", sagte Lipowitz. Die Top-Favoriten heißen Remco Evenepoel, Paul Seixas, Isaac Del Toro oder Mathieu van der Poel.
