Weil der österreichische Rennstall vor dem Heimrennen in der Steiermark kein Spitzenteam ist, rückt Verstappens Ausstiegsklausel in den Fokus. Der viermalige Weltmeister kann Red Bull bei Erfolglosigkeit trotz Vertrages bis 2028 schon im Winter verlassen. Die Daily Mail berichtete von ersten Wechselgesprächen mit McLaren. Demnach könnten der Niederländer und Oscar Piastri die Cockpits tauschen.
Entsprechend bemüht sich Red Bull um Verbesserungen am Auto. Schon in Miami gab es ein Update, in Österreich folgt ein weiteres. Wie entscheidend die Wirkung für seine persönlichen Pläne sei, wurde Verstappen gefragt - er wich aus: "Ich denke, es ist vor allem wichtig für uns als Team."
Verstappen will wieder "um Siege kämpfen"
Auf ein Bekenntnis verzichtete er auch bei der nächsten Frage. Würde er seine Situation neu bewerten, wenn Red Bull bis zur Sommerpause weiter nur das viertschnellste Team ist? "Nun, mal sehen. Das lässt sich im Moment nur schwer beantworten."
Zunächst wartet Verstappen ab, wie nah Red Bull mit den Verbesserungen an die Spitze herankommt. "Die Schritte, die wir bisher gemacht haben, waren natürlich die einfacheren Schritte. Der letzte Schritt ist immer der schwerste - der Schritt, um wirklich wieder um Siege kämpfen zu können", sagte er.
In Österreich wird dabei auch die Hitze eine Rolle spielen. Top-Team Mercedes war bei heißen Bedingungen in Miami und Barcelona angreifbarer als sonst. Nun sprach die FIA erstmals in dieser Saison eine Hitzewarnung aus. Die Teams sind somit verpflichtet, Komponenten eines Kühlsystems ins Auto zu bauen. Die Fahrer können daher Kühlwesten tragen, verpflichtend ist das nicht.
Red Bull mit Luft nach oben
Verstappen verzichtet lieber - und ist damit nicht allein. "Ich bin Italiener, ich bin dieses Wetter gewohnt", sagte der WM-Führende Kimi Antonelli. "Wenn sie ausfällt, ist es schlimmer, als wenn man sie gar nicht erst trägt", sagte Piastri, der die Weste dennoch anziehen wird: "Wenn man das System also zum Laufen bringt und es einen etwas kühlt – warum nicht?"
Die Westen, die eher feuerfeste Unterhemden mit zusätzlichen Schläuchen sind, werden von Kühlflüssigkeit durchlaufen und schaffen damit Abhilfe im Cockpit, wo die Temperaturen noch einmal deutlich höher sind als außerhalb des Autos. Über die gesamte Renndauer funktionierte die Vorrichtung bislang aber noch nicht zur vollen Zufriedenheit. Quasi wie der Red Bull von Max Verstappen.
