Fast 22 Jahre trennen die Protagonisten dieses neuen Generationenduells in der Formel 1. Hier Kimi Antonelli. 19 Jahre jung, ein echtes Wunderkind. Dort Lewis Hamilton. 41 Jahre alt, Rekordweltmeister.
Ein solcher Altersunterschied im Titelkampf ist historisch einmalig in der Königsklasse. Vor dem Großen Preis von Österreich rückt das Duell immer mehr in den Mittelpunkt. Der Teenager führt die WM an, der Altmeister ist wieder auf Schlagdistanz – und hat das lange verloren geglaubte Selbstbewusstsein wiedergefunden.

Hamiltons Nachfolger wird zu seinem Widersacher
"Träume vom Unmöglichen", schrieb Hamilton bei Instagram: "Es gab dunkle Zeiten, in denen die Negativität die Oberhand gewann, ich mich nutzlos fühlte und Hoffnung unmöglich schien." Aber die Fans hätten ihn gestärkt, "mich daran erinnert zu kämpfen, weiterzumachen und zu wissen, wer ich bin". Nach einer enttäuschenden Debütsaison gewann er vor zwei Wochen in Barcelona endlich das erste Rennen für Ferrari.
"Wir reisen mit Rückenwind aus unseren jüngsten Erfolgen nach Österreich", sagte Teamchef Frederic Vasseur. Hamilton ist mit 41 Punkten Rückstand der ärgste Herausforderer von Antonelli – der 2025 seinen Sitz bei den Silberpfeilen übernommen hatte.
Fragen und Antworten zum Formel 1 GP Österreich
Updates erhöhen die Spannung
In der Steiermark will die Scuderia ihren Aufwärtstrend bestätigen. Mit drei Podien in Serie hat besonders Hamilton derzeit einen Lauf. Die Weltmeisterschaft, das betonte Vasseur, werde man "weiterhin Rennen für Rennen angehen". Es liege noch "viel Arbeit vor uns", sagte er und versuchte, die entstandene Euphorie einzubremsen. Aus gutem Grund?
Das bessere Paket hat schließlich noch immer das deutsche Team. Der stärkere Motor von Mercedes schlägt bislang das grandiose Kurvenverhalten des SF-26 aus Maranello. Die drei langen Geraden in Spielberg dürften also Antonelli entgegenkommen.
Die Teams befinden sich aber längst im Entwicklungsrennen, beide kommen mit Upgrade-Paketen nach Spielberg. Ferrari will mit einem verbesserten Motor punkten. Mercedes hofft, seine Leistung zu verbessern, aber vor allem die Probleme mit der Batterie in den Griff zu bekommen. Diese hatte in den jüngsten drei Rennen für zwei Ausfälle gesorgt.
Ausfälle machen Mercedes Sorgen
"Bisher war unsere Achillesferse die Zuverlässigkeit", sagte Teamchef Toto Wolff. Nach den ersten sechs gewonnenen Rennen und dem Realitätscheck in Barcelona habe die Konkurrenz schnell aufgeholt.
Schon längst warnte er vor Hamilton: "Wenn er Blut riecht, dann legt er los. Ich habe selbst viele Jahre gesehen, wie der Lewis-Zug Fahrt aufnimmt. Er ist dann schwer zu stoppen."
