So konnte der Franzose nicht mehr eingreifen, seine San Antonio Spurs kassierten beim 109:114 bei den Minnesota Timberwolves den Ausgleich zum 2:2 im Viertelfinale der NBA-Playoffs. Eine Strafe oder Sperre durch die NBA erhielt Wembanyama aber nicht, wie die Nachrichtenagentur AFP erfuhr. Er kann damit in Spiel fünf der Serie in der Nacht zu Mittwoch wieder mitwirken.
Trainer Mitch Johnson verteidigte Wembanyama anschließend. "Ich bin froh, dass er die Sache selbst in die Hand genommen hat. Nicht im Sinne davon, auf Naz Reid einzuschlagen, aber er wird sich selbst schützen müssen, wenn andere es nicht tun. Und ich finde das widerlich", sagte der Coach mit Blick auf die harte Spielweise der Timberwolves gegen Wembanyama, die von den Schiedsrichtern nach Sicht der Spurs nicht konsequent geahndet wird.
"Wir beschweren uns nicht, denn wir konzentrieren uns einfach aufs Spielen", betonte Johnson: "Aber irgendwann muss er geschützt werden. Falls nicht, wird er sich selbst schützen müssen – und leider passieren dann eben solche Dinge."
Headcoach fände Sperre "lächerlich"
Wembanyama hatte einen Rebound in der Offense geholt und wurde dann von zwei Gegenspielern bedrängt. Der 22-Jährige versuchte, sich loszureißen und schlug mit dem Ellbogen aus - genau gegen Reids Kiefer. Nach Sichtung der Videobilder musste Wembanyama vom Feld, zuvor hatte er nur vier Punkte erzielt.
Eine weitere Sperre erwartet Johnson nicht. Im Spiel hätten die Schiedsrichter halt so entschieden, sagte er: "So sei es. Aber noch irgendetwas obendrauf zu setzen – das fände ich lächerlich."
