Mitten im spannenden Titelrennen der Premier League, in dem City weiterhin versucht, Spitzenreiter Arsenal abzufangen, rückt der Fokus an diesem Wochenende voll auf Wembley. Nach dem Erfolg im Ligapokal gegen die Gunners im März strebt City nun den nächsten Pokalsieg an. Doch der Terminkalender ist unerbittlich: Nur drei Tage nach dem mühsamen Pflichtsieg gegen Crystal Palace steht das Finale an (Samstag 16 Uhr/DAZN und Flashscore-Audioreportage), bevor es direkt im Anschluss gegen Bournemouth weitergeht.
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Obwohl Guardiola beim 3:0 gegen Palace durch sechs Wechsel rotierte, wächst die Sorge vor dem Wettbewerbsnachteil. "Chelsea kann sich eine Woche lang zu Hause in Ruhe vorbereiten, während wir alle drei Tage spielen und ständig reisen müssen", klagte der City-Coach. "Das ist Müdigkeit pur – körperlich wie mental."
Um Kräfte zu bündeln, ließ er Stars wie Erling Haaland, Rayan Cherki und Jeremy Doku zunächst auf der Bank. Stattdessen überzeugten Profis wie Savinho, Antoine Semenyo und Omar Marmoush. "Ich vertraue dem gesamten Kader, wir brauchten diese frische Energie", so Guardiola.
Für City ist es das vierte FA-Cup-Finale in Serie – ein historischer Rekord. Doch die Erinnerungen schmerzen: Die letzten beiden Endspiele gingen gegen Crystal Palace und Manchester United verloren. Für Guardiola persönlich wäre ein Triumph der 20. Titel in seiner zehnjährigen Ära bei den Sky Blues.
Chelsea im Chaos: Chance des Interimstrainers
Während Guardiolas Zukunft trotz Vertrag bis 2027 ungewiss bleibt, freut sich der 55-Jährige auf die "Kathedrale des englischen Fußballs", hofft jedoch auf ein besseres Ende als in den Vorjahren. Sein Gegenüber verkörpert das krasse Kontrastprogramm: Calum McFarlane. Der Interimscoach übernahm erst im April von Liam Rosenior, der nach nur 106 Tagen entlassen wurde.
McFarlane, eigentlich U21-Trainer, steht nun vor der Mammutaufgabe, Chelsea zum Titel zu führen, ohne Aussicht auf eine Festanstellung. Es ist bereits sein zweiter Einsatz als Feuerwehrmann in dieser Spielzeit; schon nach dem Aus von Enzo Maresca im Januar ärgerte er City mit einem 1:1 im Etihad Stadium.
Der ständige Wirbel auf der Trainerbank ist bezeichnend für die instabilen Jahre unter der Führung von BlueCo seit 2022. Nach sieben sieglosen Ligaspielen ist die Qualifikation für die Champions League außer Reichweite. Ein Sieg im FA Cup – der erste seit 2018 – wäre für den kriselnden Klub der dringend benötigte Balsam für eine geschundene Fanseele.
