WM verpasst - ÖHB-Herren scheitern gegen Polen

Österreich verpasst die Handball-WM 2027 in Deutschland
Österreich verpasst die Handball-WM 2027 in DeutschlandPressFocus / Sipa USA / Profimedia

Der WM-Traum ist für Österreichs Handball-Nationalteam geplatzt. Mykola Bilyk und Co. kommen WM-Playoff in Polen nicht über ein 30:30-Unentschieden hinaus, das nach der knappen Niederlage im Hinspiel nicht für die erfolgreiche Qualifikation reicht.

Man hat sich viel vorgenommen für das Entscheidungsspiel in Polen. ÖHB-Kapitän Mykola Bilyk unterstrich dies im Vorfeld der Partie: "Wir glauben fest daran, dass wir das drehen können. Wir wollen zur WM. Das ist unser Ziel."

Es sollte anders kommen. Nach dem frühen 1:0 durch Sebastian Frimmel kontrollierte Österreich lange das Spiel und ging mit einem Vier-Tore-Vorsprung in die Pause.

In der zweiten Hälfte kämpften sich die Polen jedoch zurück und drehten die Partie zwischenzeitlich auf 26:24. Österreich blieb dennoch im Spiel, glich aus und ging kurz vor Schluss sogar mit 30:29 in Führung. Ein Sieg mit einem Tor Unterschied hätte ein Siebenmeterschießen um die WM-Teilnahme bedeutet.

Zum Matchcenter: Polen - Österreich

Rund 70 Sekunden vor dem Ende hielt Goalie Constantin Möstl mit einer Parade bei einem Siebenmeter die Chance auf das WM-Ticket offen. Im folgenden Angriff gelang Österreich jedoch kein weiterer Treffer. Polen nutzte die letzte Möglichkeit und erzielte wenige Sekunden vor Schluss den Ausgleich zum 30:30.

 

 

Auch wenn Österreich erstmals seit 23 Jahren ein Remis gegen den Vizeweltmeister von 2007 erreichte, verpasst Rot-Weiß-Rot zum zweiten Mal seit 2019 die Qualifikation für ein Großturnier.

Die Stimmen zum Spiel

Lukas Hutecek: "Es tut unglaublich weh. Wir haben wirklich hart gekämpft heute, haben uns über viele Strecken des Spiels viele gute Chancen erarbeitet, konnten vor allem zu Beginn des Spiels das Spiel gut kontrollieren. Wir haben das nicht geschafft in der zweiten Halbzeit das Niveau zu halten. Ich denke man hat gesehen, mit wie viel Feuer wir in dieses Spiel gegangen sind. Es ist natürlich unendlich bitter, dass es dann trotzdem nicht reicht."

Sebastian Frimmel: "Es ist wirklich sehr sehr schmerzhaft und irgendwie auch schwer zu realisieren, dass wir in Deutschland nicht dabei sind. Ich weiß, dass wir dorthin gehören und wir hätten uns das heute extrem verdient gehabt. Es ist wirklich schwer in Worte zu fassen, wenn man es so knapp nicht schafft."