In der Nacht zu Dienstag war die deutsche Mannschaft im Sechzehntelfinale in Foxborough gegen Paraguay (3:4 i.E.) ausgeschieden. Julian Nagelsmann hatte das Amt im September 2023 von Hansi Flick übernommen.
Am Donnerstagvormittag hatte die DFB-Spitze Nagelsmann zu einem Krisengipfel in die Verbandszentrale in Frankfurt/Main geladen.
Mega-Abfindung dürfte Nagelsmann trösten
Die dreistündige WM-Analyse in der Frankfurter Verbandszentrale hatte am Vortag noch kein Ergebnis gebracht. Nagelsmann fuhr um 13:23 Uhr davon. Selbst sein Förderer Rudi Völler soll von ihm abgerückt sein.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf, Bundesliga-Boss Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer Andreas Rettig, und der Sportchef legten ihm im Verlangen nach einem Neuanfang mit Klopp den sofortigen Abschied nahe.
Nagelsmanns Vertrag läuft noch bis zur EM 2028. Eine Abfindung in Höhe von sieben Millionen Euro soll dem 38-Jährigen den "freiwilligen" Abschied schmackhaft gemacht haben.
Nach dem frühen Ausscheiden bei der Fußball-Weltmeisterschaft war Nagelsmann aus Sicht des Deutschen Fußball-Bundes nicht mehr zu halten – zumal es intern scharfe Kritik an Nagelsmanns Außendarstellung in den vergangenen Monaten gegeben haben dürfte. Das Wort "selbstverliebt" fiel.

Klopp steht bereit
Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Doch alle Zeichen deuten darauf hin, dass der frühere Dortmunder und Liverpooler Meistertrainer Jürgen Klopp als erster Kandidat gilt.
Dass Klopp übernehmen wird, sei "so sicher wie das Amen in der Kirche", zitierte der Spiegel einen "einflussreichen Topmanager eines Spitzenklubs" der Bundesliga – dabei dürfte es sich wohl um Watzke handeln, der durch die gemeinsame Zeit beim BVB einen guten Draht zum 59-Jährigen hat.
Noch hat Klopp einen Vertrag als "Head of Global Soccer" bei Red Bull bis 2029, wo er "gerne" arbeite. Es soll aber mindestens eine mündliche Zusage geben, wonach er bei einem DFB-Angebot aussteigen kann.

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