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Carapaz gewinnt Alpen-Etappe – Pogacar plötzlich in Bedrängnis?

Aktualisiert
Carapaz hat seinen Ruf als Berg-Experte untermauert
Carapaz hat seinen Ruf als Berg-Experte untermauert REUTERS/Stephanie Lecocq

Der ecuadorianische Radprofi Richard Carapaz hat die erste von drei schweren Alpenetappen bei der 113. Tour de France gewonnen. Der Kletter-Experte vom Team EF Education-EasyPost setzte sich nach 185,2 km bei der Bergankunft in Orcières-Merlette im Solo vor Mauro Schmid (Schweiz/Jayco AlUla) und Matteo Jorgenson (USA/Visma-Lease a Bike) durch. Für Carapaz, den Straßen-Olympiasieger von 2021, war es der zweite Etappensieg seiner Karriere bei der Frankreich-Rundfahrt.

Für Richard Carapaz – Straßen-Olympiasieger von 2021  –  war es der zweite Etappensieg seiner Karriere bei der Frankreich-Rundfahrt. Der Kletter-Experte vom Team EF Education-EasyPost setzte sich nach 185,2 km bei der Bergankunft in Orcières-Merlette im Solo vor Mauro Schmid (Schweiz/Jayco AlUla) und Matteo Jorgenson (USA/Visma-Lease a Bike) durch.

Schmid hatte auch bei der 17. Etappe am Mittwoch den zweiten Rang belegt.

Pogacar bleibt in Führung – und hat Sorgen

Der Gesamtführende Tadej Pogacar (Slowenien/UAE Team Emirates-XRG) verteidigte sein Gelbes Trikot des Gesamtführenden trotz Sorgen souverän. Die Favoritengruppe um den Slowenen und Red-Bull-Kapitän Remco Evenepoel kam geschlossen mit 4:35 Minuten Rückstand ins Ziel. 

Der Belgier hat in der Gesamtwertung weiterhin 4:32 Minuten Rückstand auf Pogacar, dessen Teamkollege Isaac del Toro (Mexiko/+6:51) Dritter bleibt. Soweit sieht das hervorragend für UAE aus.

Allerdings: Ausgerechnet an den drei schwersten Tour-Tagen mit der Doppel-Bergankunft im mythischen Alpe d'Huez am Freitag und Samstag hat Pogacars Team offenbar mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

"Am Ende musst du im Rennen deinem Instinkt folgen. Aber ich glaube daran, dass alles gut werden wird", sagte Pogacar bei der Pressekonferenz nach Etappenende: "Wir werden die nächsten beiden Tage schon überleben."

Sein starker deutscher Helfer Nils Politt zeigte sich in der ARD kämpferisch wie der Kapitän: "Wir werden alles auf der Straße geben, um noch eine Etappe zu gewinnen und das Gelbe Trikot nach Paris zu bringen." Sportdirektor Jotxean Fernández bestätigte: "Ja, wir leiden." Aber: "Jedes Problem hat eine Lösung, wir gehen weiter voran."

Noch ist Pogacar das Lachen nicht vergangen
Noch ist Pogacar das Lachen nicht vergangenREUTERS/Gonzalo Fuentes

Am Mittwoch hatte sich Adam Yates magenkrank ins Ziel geschleppt. Am Donnerstag musste UAE-Fahrer Brandon McNulty vorzeitig aufgeben. Die Teamleitung hielt sich weitgehend bedeckt, was Raum für Spekulation ließ.

Auffällig jedenfalls: Pogacar trug erstmals seit vier Jahren eine schwarze statt gelbe Rennhose zum Gelben Trikot, was das Geraune am Rande des Pelotons verstärkte.

Sollte sich Pogacar ebenfalls ein Magen-Darm- oder sonstiges Problem einfangen, wäre das angesichts der kommenden ultraschweren Etappen fatal – und Toursieg Nummer fünf höchst gefährdet. Doch davon soll noch keine Rede sein.