Celebrini, Crosby, Tkachuk: Die Stars der Eishockey-WM 2026

Matthew Tkachuk nach dem Gewinn der olympischen Goldmedaille
Matthew Tkachuk nach dem Gewinn der olympischen GoldmedailleALEXANDER TAMARGO / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP

Rund drei Monate nach Olympia kommt es bei der Eishockey-WM in der Schweiz zum erneuten Kräftemessen. Zwar haben viele große Namen ihre Teilnahme abgesagt, einige andere sind aber dabei. Der SID und Flashscore stellen sechs Stars vor.

Aleksander Barkov (30 Jahre/Finnland)

Fast ein Jahr stand der Stürmer nicht mehr auf dem Eis. Eine Knieverletzung mitsamt Operation setzte Barkov, der erste Kapitän aus Europa, der den Stanley Cup zweimal gewann, nach dem zweiten Triumph mit den Florida Panthers außer Gefecht.

Sein Comeback hatte der Finne eigentlich zu den Playoffs angepeilt, allerdings schaffte der Meister nicht einmal die Qualifikation. Spielpraxis sammelt Barkov nun beim Olympiadritten, der zum Auftakt am Freitag (16:20 Uhr/ProSieben und MagentaSport) auf Deutschland trifft.

Macklin Celebrini (19/Kanada)

Vor zwei Jahren wurde der Angreifer im NHL-Draft an erster Stelle von den San Jose Sharks ausgewählt. Im Eiltempo belebte der Kanadier die abgestürzte Franchise aus Kalifornien fast im Alleingang wieder. Zwar reichte es noch nicht für die Playoffs, in der vergangenen Hauptrunde knackte Celebrini aber bereits die 100-Punkte-Marke (45 Tore, 70 Vorlagen).

Celebrini bei einem NHL-Spiel zwischen San Jose und Nashville
Celebrini bei einem NHL-Spiel zwischen San Jose und NashvilleAlan Poizner-Imagn Images via Reuters Connect

Auch bei Olympia glänzte das Toptalent. Mit fünf Treffern wurde er Top-Torjäger, die Wahl ins All-Star-Team war konsequent – und tröstete vielleicht ein bisschen über die dramatische Finalniederlage gegen den Erzrivalen USA hinweg. In der Schweiz bestreitet Celebrini seine zweite Weltmeisterschaft.

Sidney Crosby (38/Kanada)

Noch einmal Weltmeister und Olympiasieger wollte der alternde NHL-Superstar werden. Beides misslang. Erst scheiterte Crosby bei der WM im vergangenen Jahr sensationell im Viertelfinale am krassen Außenseiter Dänemark. Dann ging auch noch das wichtigste Eishockeyspiel seit über einem Jahrzehnt verloren: das olympische Finale in Mailand gegen den Rivalen USA, Crosby musste verletzt zuschauen.

Eigentlich war der dreimalige Stanley-Cup-Sieger nicht für den kanadischen WM-Kader vorgesehen. Doch kurzfristig sagte Crosby noch zu, weil er mit seinen Pittsburgh Penguins bereits in der ersten Playoff-Runde ausschied. Bei seiner vierten WM will er seine Titelsammlung weiter vergrößern: Mit Kanada gewann er bislang zweimal Olympiagold, einmal den WM-Titel und einmal den World Cup.

Crosby gehört noch nicht zum alten Eisen
Crosby gehört noch nicht zum alten EisenKyle Ross-Imagn Images via Reuters Connect

Roman Josi (35/Schweiz)

Zweimal verpasste die Schweiz den ersten WM-Titel zuletzt erst im Finale, vor allem das dramatische 0:1 nach Verlängerung im vergangenen Jahr gegen die USA schmerzte. Josi war damals nicht dabei, nun will der Kapitän der Nashville Predators mithelfen, nach viermal Silber seit 2013 endlich WM-Gold zu gewinnen. Seit Jahren gehört der Verteidiger zu den besten der NHL.

Vor seiner zehnten WM erntete der Routinier allerdings Kritik, nachdem ein Brief an die Verbandsspitze an die Öffentlichkeit kam, worin er sich für den gefeuerten Patrick Fischer einsetzte. Der Coach war entlassen worden, nachdem bekannt geworden war, dass er bei Olympia in Peking 2022 mit einem gefälschten Impfzertifikat einreist war.

Josi wünscht sich eine Rückkehr des Erfolgscoaches
Josi wünscht sich eine Rückkehr des ErfolgscoachesANDREAS HILLERGREN / TT NEWS AGENCY / TT NEWS AGENCY VIA AFP

Moritz Seider (25/Deutschland)

Der Verteidiger der Detroit Red Wings ist der deutsche Hoffnungsträger. Nach den Absagen der NHL-Stars Leon Draisaitl, Tim Stützle und John-Jason Peterka ist Seider der einzige Weltklassespieler im DEB-Team. Der ehemalige Mannheimer hat seine beste Saison in der NHL hinter sich – nicht nur statistisch mit 60 Scorerpunkten.

Beim DEB-Team ruhen große Hoffnungen auf Seider
Beim DEB-Team ruhen große Hoffnungen auf SeiderRick Osentoski-Imagn Images via Reuters Connect

Viele Experten sehen ihn als einen der besten Zwei-Wege-Verteidiger, die in Defensive und Offensive überzeugen. Wegen einer Verletzung war seine WM-Teilnahme lange offen. Seider bestand aber seinen persönlichen Härtetest am vergangen Sonntag beim 2:5 gegen die USA.

Matthew Tkachuk (28/USA)

Der zweimalige Stanley-Cup-Sieger ist einer der unbeliebtesten Spieler der NHL – zumindest beim Gegner. Mit harten Checks, aber auch nervigem Trash Talk geht der Stürmer der Florida Panthers seinen Kontrahenten unter die Haut. In Florida lieben sie ihn gerade deshalb. Und der Erfolg gibt ihm recht.

Nach den Triumphen mit den Panthers in den vergangenen beiden Jahren holte er mit den USA im Februar auch noch Olympia-Gold. Außerhalb des Eises trägt seine offene Begeisterung für US-Präsident Donald Trump dazu bei, dass er polarisiert. Weil er in dieser Saison lange verletzt fehlte und mit Florida die Playoffs verpasste, sagte er für die Weltmeisterschaft zu – es ist sein WM-Debüt.

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