Mit seinen Toren bei den Siegen gegen Real Sociedad (3:0), Osasuna (4:0) und Real Madrid (2:1) hat er bereits die Hälfte seiner gesamten Torausbeute aus der enttäuschenden Vorsaison bei Juventus erreicht. Für die Italiener hatte er in 46 Pflichtspielen lediglich acht Treffer erzielt, darunter zwei in der Champions League gegen Pafos und Bodø/Glimt.
Auch in der Länderspielpause setzte David seine beeindruckende Serie fort: Gegen Chile erzielte er sein 43. Länderspieltor – zugleich sein fünfter Treffer als Ersatzkapitän. Damit baute Kanada seine Serie auf neun ungeschlagene Freundschaftsspiele aus (4 Siege, 5 Unentschieden).
David über "Tapetenwechsel"
Im Gespräch mit Medienvertretern auf dem Trainingsgelände des MLS-Klubs CF Montréal – wo sich die auf Weltranglistenplatz 30 geführten Kanadier auf die Partie gegen Peru im Saputo Stadium vorbereiteten – tat sich David noch schwer, die genauen Ursachen für seinen Formanstieg zu benennen.
"Vielleicht ist es einfach ein frischer Wind", meinte David. "Ein Tapetenwechsel tut manchmal gut."

Der Rekordtorschütze der kanadischen Nationalmannschaft betonte, dass er am Atlético-Trainingszentrum in Majadahonda sofort Anschluss gefunden habe. Insbesondere hob er die Zuspieler-Qualitäten seiner neuen Teamkollegen wie Giuliano Simeone und Alejandro Grimaldo hervor.
"Ich spiele hier mit Profis zusammen, die einen überragenden letzten Pass spielen können", fügte er hinzu. "Ehrlich gesagt machen sie es mir extrem leicht – ich muss den Ball oft nur noch über die Linie drücken."
Empfehlung von Nationaltrainer Marsch
Auch Kanadas Nationaltrainer Jesse Marsch hatte seine Finger im Spiel: Über den Schwesterklub Atlético Ottawa schaltete er sich am Deadline Day in die Transfergespräche ein.
"Ich kenne Diego Simeone aus direkten Duellen und verfolge seine Arbeit schon seit Jahren", erklärte Marsch. "Ich habe ihm gesagt: Wenn du einen torgefährlichen Offensivspieler suchst, der enorm viel Qualität mitbringt und sich unermüdlich in den Dienst der Mannschaft stellt, gibt es keinen Besseren als Jonathan David."
Wie uneigennützig David agieren kann, bewies er unter anderem beim 4:0-Erfolg gegen Osasuna: Anstatt an der Strafraumgrenze selbst den Abschluss zu suchen, spitzelte er den Ball uneigennützig auf seinen Mitspieler Lee Kang-in weiter.
