Kaum war Florian Wellbrock zum letzten Mal aus der Seine geklettert und mit seiner dritten EM-Goldmedaille dekoriert, musste der Freiwasser-Dominator weiter aufs Tempo drücken.
"Ich packe gleich meinen Koffer, und dann geht's in den Flieger nach Los Angeles", sagte der 28-Jährige nach seinem Sieg mit der Mixed-Staffel im Schatten des Eiffelturms und verabschiedete sich aus Paris. Mit "positiven Emotionen, es galt ja, ein bisschen was gutzumachen".
Offene Rechnung beglichen
Denn obwohl er nach schwacher Saison und vielen Krankheitspausen mit großen Bedenken angereist war – "Selbstzweifel waren da" – beglich Wellbrock auf eindrucksvolle Art und Weise seine offene Rechnung mit der Olympiastadt von 2024.

Dort erlebte er vor zwei Jahren ein Debakel. Doch zurück blickte der Magdeburger nur kurz, die nächsten Sommerspiele erfordern schon seine Aufmerksamkeit.
Bereits am Sonntag trainierte der Vierfach-Weltmeister auf der olympischen Strecke für 2028 im Meer vor der kalifornischen Metropole.
Am Montag steht ein letztes Rennen über zehn Kilometer bei den Pan Pacific Games in Long Beach auf dem Programm, ehe noch ein weiterer Trainingstag am Strand von Los Angeles geplant ist, "und dann ist Feierabend, dann geht's in den wohlverdienten Urlaub".
