"Ich habe mit der Goldmedaille geliebäugelt, jetzt bin ich umso glücklicher, dass ich sie habe", sagte Liebmann nach dem bislang größten Erfolg seiner sportlichen Karriere: "Es ist unglaublich, ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll."
"Wir hatten uns zur Pflichtaufgabe gemacht, dass wir eins und zwei holen", sagte Schwarz: "Natürlich will man immer auf dem Ersten stehen, aber man kann nicht alles haben."
Bereits am Dienstag hatte Liebmann, der im April mit seinem ersten Europarekord (7:37,94) für einen Paukenschlag gesorgt hatte, als Vorlaufschnellster Hoffnungen geschürt und dabei auch Schwarz und Freiwasser-Europameister Oliver Klemet hinter sich gelassen.
Den Erwartungen wurde Liebmann, der im Knockout-Sprint das Podest bei den Freiwasser-Wettbewerben noch verpasst hatte, nun gerecht. Nach mehreren EM-Medaillen im Junioren-Bereich gelang ihm nun auf der großen Bühne der Coup, zugleich bescherte er den deutschen Beckenschwimmern das erste Gold bei den Titelkämpfen in Paris.
Schwarz, der den Europarekord vor Liebmann innehatte, holte derweil ein Jahr nach WM-Silber in Singapur auch auf europäischer Ebene Edelmetall. Damit stehen für das DSV-Team nach dem dritten Wettkampftag fünf Medaillen zu Buche.
